Über Altenheime wird in den Medien berichtet, wenn ein Skandal Wellen schlägt. Skandalgeschichten helfen aber kaum, wenn die Frage "Wo möchte ich wohnen?" zu beantworten ist. 2009 wurde damit begonnen bundesweit alle Altenheime nach einheitlichen Kriterien zu prüfen und zu bewerten. Geordnet in 20 Fragen werden 155 einzelne Kriterien abgefragt, die teilweise noch weiter unterteilt sind. Einige Beispiele:
- Sind Rufanlagen intakt und erreichbar?
- Stehen abschließbare Schubladen oder Fächer für jeden Bewohner zur Verfügung?
- Ist die Pflege im Sinne der Bezugspflege organisiert?
- Werden die für die stationäre Pflege relevanten Aussagen der Expertenstandards des DNQP im Rahmen des Qualitätsmanagements berücksichtigt oder sind konkrete Maßnahmen in dieser Hinsicht geplant?
- Sind zielgruppengerechte Bewegungs- und Aufenthaltsflächen vorhanden (auch nachts)?
- Wird ein geeignetes Konzept zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter in der Pflege nachweislich angewandt?
- Verfügt die Pflegeeinrichtung über ein Beschwerdemanagement?
- Ist der Gesamteindruck der Einrichtung im Hinblick auf Sauberkeit und Hygiene gut? (z.B. Optische Sauberkeit, Ordnung, Geruch)
- Wird der Speiseplan in gut lesbarer Form bekannt gegeben?
- Sind Kaltgetränke unbegrenzt und jederzeit verfügbar?
- Beträgt der Abstand zwischen der zuletzt für alle Bewohner angebotenen Mahlzeit am Abend und der ersten Mahlzeit am Morgen weniger als 12 Stunden?
- Gibt es Aktivitäten zur Kontaktaufnahme/Kontaktpflege mit dem örtlichen Gemeinwesen? - Wird die Eingewöhnung der Bewohner in die Pflegeeinrichtung systematisch begleitet?
- Gibt es ein Angebot zur Sterbebegleitung auf der Basis eines Konzeptes?
- Entspricht die Medikamentenversorgung den ärztlichen Anordnungen?
- Sind Ort und Zeitpunkt der Entstehung der chronischen Wunde/des Dekubitus nachvollziehbar?
- Wird die erforderliche Mund- und Zahnpflege den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Bewohners entsprechend durchgeführt?
Umfassende Informationen zum Thema auf www.pflegenoten.info
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