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Originaltexte

wir haben hier die Originaltexte für Sie zusammengestellt.
Bitte wählen Sie im Menü den Text, der Sie interessiert.


Aufzaehlung Die Pflege erschwerende Faktoren

Die nachfolgend beispielhaft aufgeführten Faktoren können die Durchführung der Pflege bei den gesetzlich definierten Verrichtungen erschweren bzw. verlängern:
• Körpergewicht über 80 kg
• Kontrakturen/Einsteifung großer Gelenke/Fehlstellungen der Extremitäten
• hochgradige Spastik, z. B. bei Hemiplegien und Paraparesen
• einschießende unkontrollierte Bewegungen
• eingeschränkte Belastbarkeit infolge schwerer kardiopulmonaler Dekompensation mit Orthopnoe und ausgeprägter zentraler und peripherer Zyanose sowie peripheren Oedemen
• Erforderlichkeit der mechanischen Harnlösung oder der digitalen Enddarmentleerung
• Schluckstörungen/Störungen der Mundmotorik, Atemstörungen
• Abwehrverhalten/fehlende Kooperation mit Behinderung der Übernahme (z. B. bei geistigen Behinderungen/psychischen Erkrankungen)
• stark eingeschränkte Sinneswahrnehmung (Hören, Sehen)
• starke therapieresistente Schmerzen
• pflegebehindernde räumliche Verhältnisse
• zeitaufwendiger Hilfsmitteleinsatz (z. B. bei fahrbaren Liftern/Decken-, Wand-Liftern)

• Verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen die aus medizinisch-pflegerischen Gründen regelmäßig und auf Dauer
o untrennbarer Bestandteil der Hilfe bei den in § 14 Abs. 4 SGB XI genannten Verrichtungen der Grundpflege sind oder
o objektiv notwendig im unmittelbaren zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit diesen Verrichtungen vorgenommen werden müssen.
Ausgangspunkt für die Bewertung verrichtungsbezogener krankheitsspezifischer Pflegemaßnahmen ist der Hilfebedarf bei der jeweiligen Verrichtung der Grundpflege nach § 14 Abs. 4 SGB XI.
Verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen stellen für sich allein gesehen keine Verrichtungen des täglichen Lebens dar und können deshalb nur dann berücksichtigt werden, wenn sie bei bestehendem Hilfebedarf bei den Verrichtungen der Grundpflege nach § 14 Abs. 4 SGB XI zusätzlich notwendig sind. ...
Der Zeitaufwand für die Grundpflege einschließlich verrichtungsbezogene(r) krankheitsspezifische(r) Pflegemaßnahmen ist als Summenwert für die jeweilige(n) Verrichtung(en) darzustellen.

Aufzaehlung Die Pflege erleichternde Faktoren

Die nachfolgend beispielhaft aufgeführten Faktoren können die Durchführung der Pflege bei den gesetzlich definierten Verrichtungen erleichtern bzw. verkürzen:
• pflegeerleichternde räumliche Verhältnisse
• Hilfsmitteleinsatz


Quelle: "Richtlinien des GKV Spitzenverbandes zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches" (BRi), veröffentlicht im August 2009 vom MDS, Essen, Seiten 116-17

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