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Pflegestufe II - Schwerpflegebedürftigkeit

Die Schwerpflegebedürftigkeit beginnt, wenn täglich durchschnittlich mindestens drei Stunden lang Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen. Die grundpflegerische Hilfe muss täglich zu mindestens drei verschiedenen Zeiten nötig sein. Es muss mehrmals in der Woche hauswirtschaftliche Hilfe notwendig sein.
Wer im Dezember 2016 schon die Pflegestufe 2 hat, wird zum Januar 2017 automatisch auf Pflegegrade umgestellt. Die Pflegebedürftigen müssen nicht aktiv werden. Aus Pflegestufe 2 wird Pflegegrad 3. Wer zur Pflegestufe 2 zusätzlich auch die „eingeschränkte Alltagskompetenz“ bescheinigt hat, kommt in Pflegegrad 4.
Details zur Überleitung.

Beispiel:
Ein Herr lebt im Haushalt mit seiner Ehefrau. Er benötigt Anleitung beim Waschen von Gesicht, Händen und Intimbereich. Teilweise und bei Bedarf vollständige Übernahme beim Waschen des übrigen Körpers, bei Zahnpflege, Kämmen und Ankleiden. Morgens übernimmt das ein Pflegedienst. Das Essen von mundgerecht vorbereiteten Mahlzeiten klappt ohne Hilfe. Getränke müssen eingeschenkt und zum Trinken muss immer wieder aufgefordert werden. Abends übernimmt die Ehefrau teilweise das Umziehen und die Intimpflege. Dabei muss oft Widerstand überwunden werden. Es ist umfangreiche Hilfe beim Duschen und Haare waschen nötig. Schmerzen erschweren die meisten Bewegungen. Die hauswirtschaftliche Versorgung ist durch die Ehefrau gewährleistet.

Hier sind meist die Voraussetzungen der Pflegestufe II erfüllt.

Bei Pflegestufe II werden ab dem 1.1.2015
458 € Pflegegeld bzw. 1144 € als Sachleistung ausgezahlt.
Wenn eingeschränkte Alltagskompetenz (siehe BRi, Seiten 73-4) bescheinigt wurde, können seit 2015 bis zu 208 € pro Monat für die Nutzung gerontopsychiatrischer Zusatzangebote in Anspruch genommen werden. Mit der Pflegereform 2012 wurde beschlossen, dass ab dem 1.1.2013 für diesen Personenkreis zusätzlich zu den Leistungen der Pflegestufe II monatlich 87 € Pflegegeld oder bis zu 154 € für Sachleistungen pro Monat gezahlt werden.

Der Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe muss bei der Pflegekasse gestellt werden.
Die aktuellen Beträge für Pflegegeld und Sachleistungen finden Sie hier.
Zu den Veränderungen durch die Pflegereformen finden sie wichtige Informationen in unseren Broschüren.

Quellen: BRi, Seite 60, §15 SGB XI

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