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Antrag zur Einstufung

Haben Sie den Eindruck, die nötigen Hilfeleistungen sind so umfangreich, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung der eingeschränkten Alltagskompetenz Pflegestufe I oder für eine Höherstufung erfüllt sein könnten? Dann sollten Sie die Einstufung in eine Pflegestufe bei der Pflegekasse beantragen. Ein Antrag auf eine Pflegestufe muss bei der Pflegekasse gestellt werden. Das kann schriftlich geschehen und braucht keine Formulare. Die Prüfung ist kostenfrei. Die Pflegekasse ist in der Regel über die Krankenversicherung zu erreichen. Es geht um Ihr Geld und die Frage, wie die individuelle Pflegesituation nach den aufwendigen und bürokratischen Regeln der Pflegeversicherung einzuschätzen ist, ist nur schwer zu beantworten. Lassen sie das doch die Profis machen.
Ist der Antrag gestellt, schickt die Pflegekasse meist einige Broschüren und ein Pflegetagebuch. Dann wird der MDK beauftragt, für die Begutachtung einen Termin auszumachen (in der Regel schriftlich).
Im Rahmen der Begutachtung sollen die MitarbeiterInnen der MDK Pflegebedürftige und Angehörige auch individuell beraten. Es ist sinnvoll sich zur Vorbereitung des MDK-Besuchs Notizen zu machen.
Das fertige Gutachten wird vom MDK an die Pflegekasse geschickt. Dort wird über die Pflegestufe entschieden und Sie bekommen einen schriftlichen Bescheid.
Findet die Begutachtung zu Hause statt, soll alles höchstens fünf Wochen dauern. Soll die Begutachtung in einem Krankenhaus oder einem Hospiz stattfinden, soll der Bescheid schon eine Woche nach Ihrem Antrag zugestellt werden [Originaltext]. In den meisten stationären Einrichtungen gibt es einen Sozialdienst, der bei der Abwicklung helfen kann.

Oft wird in den Medien kritisiert, dass zu niedrige Pflegestufen vergeben würden.
Kein System, dass so viele Menschen betrifft (etwa 2,4 Millionen Menschen bekommen 2013 Leistungen der Pflegeversicherung), kann fehlerfrei sein. Einzelne zu niedrige, wie auch zu hohe Pflegestufen begegnen uns in der Beratung immer wieder. Bisher ist uns nirgends ein Nachweis begegnet, dass systematisch "runter gerechnet" würde. Belastbare Statistiken liefert der MDS. Darin wird angegeben, dass in der ambulanten wie in der stationären Pflege deutlich gegen weniger als 10% der Einstufungen Widerspruch eingelegt wird *.
Wir empfehlen, die Begutachtung gelassen anzugehen und darauf zu hoffen, dass Sie zu den über 90% gehören, die keinen Grund für einen Widerspruch sehen.

Wenn sie mit dem Ergebnis der Begutachtung nicht einverstanden sind, haben die Pflegebedürftigen das Recht das MDK-Gutachten einzusehen und können Widerspruch einlegen.

Entwurf:
für fast alle Programme: antrag.txt
für OpenOffice: antrag.odt
im pdf-Format antrag.pdf
mit Erläuterungen im pdf-Format
antrag+erlaeuterungen.pdf
für MS-Word antrag.doc

 

* Quelle: MDS: "Vierter Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung", Essen, 2008

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