PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche
Zur Vorlesefunktion

Orientierungswerte zur Pflegezeitbemessung - Ernährung

Kern der Begutachtung zur Einstufung in eine Pflegestufe ist der Zeitaufwand für die nötigen Hilfen.
Es ist selten, dass jemand auf die vollständige Übernahme aller Verrichtungen der Grundpflege angewiesen ist. Häufig können Oberkörper und Intimbereich selbst gewaschen werden und bei der Zahnpflege genügt es, Zahnbürste und Becher anzureichen. Unterschiedliche Formen der Hilfeleistung werden bei der Pflegezeitbemessung berücksichtigt. Außerdem muss berücksichtigt werden, wenn, zum Beispiel weil Pflegebedürftige verwirrt sind, die Hilfe bei einzelnen Verrichtungen erschwert wird. Es ist auch zu berücksichtigen, wenn die Pflege, zum Beispiel durch das Untergewicht der Pflegebedürftigen erleichtert wird. [zu den Erschwernisfaktoren]
Die Zeitangaben aus den BRi beziehen sich immer auf die Hilfeform der vollständigen Übernahme.

Die Pflegekassen bitten häufig darum ein Pflegetagebuch-Formular auszufüllen. Wir raten davon ab, das zu benutzen [mehr ...].

Weitere Erläuterungen zu den Zeitkorridoren finden Sie hier.

Für die Erfassung des Hilfebedarfs werden nur wenige Tätigkeiten berücksichtigt. Sie werden in vier Bereiche gegliedert:
Aufzaehlung Körperpflege
Aufzaehlung Mobilität
Aufzaehlung Hauswirtschaft
Auf dieser Seite geht es um den Bereich der ...

Aufzaehlung Ernährung

8. Mundgerechtes Zubereiten der Nahrung
Das meint nur Tätigkeiten wie das Kleinschneiden von Broten, das Pürieren von Fleisch oder das Bereitstellen von Getränken. Deshalb werden nur 2 bis 3 Minuten anerkannt. (Die Zubereitung der Mahlzeit fällt in den Bereich der Hauswirtschaft.) Wird nur eine Zwischenmahlzeit zubereitet oder ein Getränk bereitgestellt, kann der Zeitorientierungswert nur anteilig berücksichtigt werden. Dies allerdings recht häufig im Laufe eines Tages, wenn sonst zu wenig getrunken und/oder gegessen wird.

9. Aufnahme der Nahrung
Manche Menschen können die Nahrung nicht selbst zum Mund führen. Ihnen müssen Speisen und manchmal auch Getränke zum Mund gereicht werden. Dafür werden grundsätzlich 15 bis 20 Minuten für höchstens drei Hauptmahlzeiten angerechnet. Zwischenmahlzeiten oder das Anreichen von Getränken brauchen weniger Zeit. Spezielle pflegeerschwerende Faktoren beim Essen sind - Schluckstörungen, - Störungen der Mundmotorik, - Atemstörungen. Wenn das zutrifft muss der Zeitbedarf individuell ermittelt werden.

Für die Verabreichung von Nahrung über eine Magensonde (zum Beispiel PEG) einschließlich des Reinigens des Mehrfachsystems werden pauschal 15 bis 20 Minuten pro Tag angerechnet.

Nötige Tätigkeiten wie Einkaufen, Geschirrspülen, Kochen ... wird dem Bereich der Hauswirtschaft zugerechnet und hier nicht berücksichtigt.

[... zum Originaltext "Ernährung"]nach oben

Weitere Erläuterungen zu den Zeitkorridoren finden Sie hier.

mit WhatsApp teilen Logo



Pfeil links Rundweg zu den wichtigsten Stationen von Pflegestufe.info Pfeil rechts


Anmerkungen:
BRi = "Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches" [mehr zu den BRi...]
veröffentlicht vom MDS (Essen), 2013



--Werbung--