PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche
Zur Vorlesefunktion

Höherstufung

Die Pflegestufen werden automatisch in die ab 2017 geltenden Pflegegrade umgewandelt: Details zur Überleitung.

Einmal Pflegestufe - immer Pflegestufe
Nein, so läuft das nicht. Die meisten Versicherten werden von der Pflegekasse nach etwa zwei Jahren angeschrieben. Der MDK kommt zu einer Wiederholungsbegutachtung.

Wie das Leben so spielt: manchmal verschlechtert sich die Situation eines Menschen schneller, als die Mühlen der Bürokratie mahlen und der Zeitaufwand der Pflegepersonen wird erheblich größer. Dann ist es zeit über einen Antrag auf Höherstufung nachzudenken.
Ein solcher Antrag sollte schriftlich gestellt werden. Es braucht keine Formulare (Beispiel pdf Logo). Die Prüfung ist kostenfrei.

In den Heimverträgen findet sich meist eine Formulierung, die den BewohnerInnen umfassend die nötige pflegerische Unterstützung durch das Seniorenheim zusichert. Und nötig ist nicht abhängig von der Pflegestufe. Im Gegenzug muss unterschrieben werden, dass in zumutbarer Weise daran mitgewirkt wird, von den Kostenträgern zu bekommen was recht ist.
Weil die Arbeit in Seniorenheimen in vielfältiger Weise von der Einstufung der BewohnerInnen abhängig ist, sind sie darauf angewiesen, höheren Pflegebedarf zeitnah zu erkennen. Das bedeutet, dass die Einrichtungen in regelmäßigen Abständen untersuchen, ob ein Höherstufungsantrag angemessen erscheint. Im Fall des Falles wird darum gebeten einen entsprechenden Antrag zu stellen. Grundsätzlich haben nur die Versicherten die Möglichkeit, einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen.
Die Entscheidung über die Einstufung wird also nicht von den unmittelbar Beteiligten getroffen. Sie beruht auf einer Einstufung durch den MDK, der rechtlich auf Neutralität verpflichtet ist.
Eine höhere Pflegestufe bedeutet in der Regel auch, dass ein höherer Eigenanteil zu zahlen ist. Im Februar 2011 haben wir bei acht Altenheimen nachgesehen, die ihre Preise im Internet veröffentlichen. Durchschnittlich steigt der Eigenanteil von Pflegestufe I nach II um 156,05 € monatlich und von Pflegestufe I nach III um 194,90 € monatlich.

Es hat in der Vergangenheit immer wieder Gerichtsverfahren um diese Problemstellung gegeben. Es stellt sich für uns so dar, dass die Gerichte grundsätzlich die Pflegeeinrichtungen in der Pflicht sehen, um die Kooperation der Pflegebedürftigen und Angehörigen zu werben. Erst wenn verschiedene Versuche erfolglos bleiben, kann, mit großem bürokratischen Aufwand, ein Höherstufungsantrag ohne die Zustimmung der Bewohner gestellt werden.

mit WhatsApp teilen Logo




--Werbung--