PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche
Zur Vorlesefunktion

Pflegestufe III - Schwerstpflegebedürftigkeit

Die Schwerstpflegebedürftigkeit beginnt, wenn täglich durchschnittlich mindestens fünf Stunden lang Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen und der konkrete Hilfebedarf jederzeit, auch nachts, gegeben ist (rund um die Uhr). Die schlichte Verlagerung von Pflegemaßnahmen in die Nachtstunden (22 Uhr - 6 Uhr) reicht nicht aus (die BRi dazu).
Wer im Dezember 2016 schon die Pflegestufe 3 hat, wird zum Januar 2017 automatisch auf Pflegegrade umgestellt. Die Pflegebedürftigen müssen nicht aktiv werden. Aus Pflegestufe 3 wird Pflegegrad 4. Wer zur Pflegestufe 3 zusätzlich auch die „eingeschränkte Alltagskompetenz“ bescheinigt hat, kommt in Pflegegrad 5.
Details zur Überleitung.

Beispiel:
Eine Dame lebt im Haushalt der Tochter. Sie benötigt Anleitung beim Waschen von Gesicht, Händen und Intimbereich. Teilweise und bei Bedarf vollständige Übernahme beim Waschen des übrigen Körpers, bei Zahnpflege, Kämmen und Ankleiden. Beim Essen geht die Anleitung oft in die Übernahme über. Weil sie aus eigenem Antrieb nicht ausreichend trinkt, muss sie mindestens stündlich zur Flüssigkeitsaufnahme motiviert werden. Mehrmals täglich benötigt die Dame Hilfe Toilettengägen, regelmäßig ein bis zweimal in der Nacht, da auch nachts der Wirkung des Inkontinenzmaterials nicht getraut wird. Anschließend ist Intimpflege erforderlich. Bei allen Gängen in der Wohnung muss die Dame begleitet werden. Das Gehen am Rollator ist mühsam und zeitintensiv.
Hier sind meist die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt.

Härtefallregelung
Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt, übersteigt die geleistete Pflege diese Bedingungen aber noch deutlich, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. Voraussetzungen ist,

wenn auch nachts regelmäßig zwei Pflegepersonen gleichzeitig benötigt werden (z.B. zur Lagerung eines übergewichtigen Menschen)

oder

wenn die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität (Grundpflege) täglich durchschnittlich sieben Stunden erfordert, wobei mindestens zwei Stunden auf die Nacht entfallen müssen.
(die BRi dazu)

Bei Pflegestufe III werden ab dem 1.1.2015
728 € Pflegegeld bzw. 1612 € (in Härtefällen 1.995 €) als Sachleistung ausgezahlt.
Wenn eingeschränkte Alltagskompetenz (siehe BRi, Seiten 73-4) bescheinigt wurde, können ab 1.1.2015 bis zu 208 € pro Monat für die Nutzung gerontopsychiatrischer Zusatzangebote in Anspruch genommen werden.
Seit dem 1.1.2013 gibt es weitere, zusätzliche monatliche Leistungen für Menschen mit anerkannt eingeschränkter Alltagskompetenz - aber nicht bei Pflegestufe III.

Der Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe muss bei der Pflegekasse gestellt werden.
Die aktuellen Beträge für Pflegegeld und Sachleistungen finden Sie hier.
Zu den Veränderungen durch die Pflegereformen finden sie wichtige Informationen in unseren Broschüren.

Quellen: BRi, Seite 58 und zur Härtefallregelung Seiten 138ff, §15 SGB XI

mit WhatsApp teilen Logo

Aufzaehlung Pflegestufe 0
Aufzaehlung Pflegestufe I
Aufzaehlung Pflegestufe II




--Werbung--