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[3.11.2006]

Zivilcourage oder Nestbeschmutzung

Das Kuratorium deutsche Altershilfe stößt eine öffentliche Debatte über Pflegekräfte an, die Missstände bei ihren Arbeitsstellen aufdecken - auch Dritten gegenüber.

"Whistleblower" heißen im Englischen Leute, die sich nicht von Vorgesetzen mit "das haben wir immer so gemacht" oder "da könnte ja jeder kommen" abspeisen lassen. Sie versuchen Missstände abzustellen, auch wenn Sie sich dazu an Außenstehende wenden müssen. In Großbritannien brauchte es einige Skandale bis der National Health Service spezielle Hotlines eingerichtet hat, die Whistleblowers auch Anonymität garantieren, um sie zu schützen.
In Deutschland gibt es das noch nicht. "Pflegekräfte, die kritische Ereignisse in der Pflege nicht hinnehmen, sondern für Veränderungen eintreten und dabei oft ein hohes Maß an Zivilcourage aufbringen (müssen), brauchen mehr Rechtssicherheit. Dies fordern die Expertinnen und Experten auf der Tagung „Zivilcourage in der Pflege", die vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) zusammen mit der Aktion gegen Gewalt in der Pflege (AGP) in Köln veranstaltet worden ist," schreibt das KDA. Erfahrungen mit den Schwierigkeiten Zivilcourage zu beweisen hat Dr. Dieter Deiseroth, Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, der sich seit Jahren dafür einsetzt, das "Netzbeschmutzung" nicht mehr als Gefahr, sondern als Chance begriffen wird. Jeder Träger, der Fehlverhalten oder sogar Rechtsverletzungen toleriert, riskiert schließlich den größten anzunehmenden Unfall in seiner Außenwirkung.

zur Pressemitteilung des KDA

zu einer Meldung über mehr Transparenz in der Pflege






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