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[15.12.2006]

Bis 67 in der Pflege arbeiten?

Schon heute erreicht kaum jemand in der direkten Patientenversorgung das reguläre Renteneintrittsalter. Der DBfK fordert Ausnahmeregelungen für die Pflege und weist auf die großen Defizite im Gesundheitsschutz am Pflege-Arbeitsplatz hin.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) tut die Arbeit, die die Politik vor der Verkündung der Rentenreform hätte tun sollen: Einerseits deuten alle Trends darauf hin, dass es mittel- und langfristig zu wenige Pflegefachkräfte geben wird, andererseits gibt es mehr als genug Beweise dafür, dass kaum eine Pflegekraft bis zum regulären Rentenalter im Beruf bleiben kann. Die Arbeitsbedingungen machen krank, wie auch die Berufsgenossenschaft nachgewiesen hat. Antworten auf diese Diskrepanz bleibt die Politik schuldig.
Der DBfK verweist auf Wege der flexiblen Arbeitsorganisation die beispielsweise in Belgien und Finnland gut angenommen werden.

Die FTD schreibt heute über die "Nordische Kombination": in Island sind mehr als 8 von 10 Arbeitnehmern zwischen 55 und 64 erwerbstätig. Der EU Durchschnitt liegt bei 42,5 %. Finnische Arbeitsmediziner weisen darauf hin, dass Ältere sich mit mehreren kurzen Pausen im Laufe eines Arbeitstages besser erholen könnten, als mit nur einer langen Pause. In Schweden bietet Vattenfall Arbeitnehmern über 58 Jahren an die Arbeitszeit um 20 %, das Gehalt um 10 % und den Pensionsanspruch um 0% zu kürzen. Ohne staatliche Unterstützung. Das sei betriebswirtschaftlich sinnvoll, sagt ein Sprecher der Firma, weil die Arbeitsproduktivität steige und der Krankenstand sinke.

zum Text des DBfK


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