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[13.3.2007]

Roboter in die Krankenhäuser!

Ein Forschungsprojekt der EU soll unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft Roboter in Krankenhäusern ausschwärmen lassen. Sie sollen nicht nur Alltagsarbeiten und Botengänge abnehmen, sondern auch die Kommunikation deutlich beschleunigen.

Routinetätigkeiten und Nachrichtenübermittlung sind die Eckpunkte des Forschungsprogramms. "Ein Beispiel: Angenommen Roboter Nummer 1 fährt gerade einen Gang entlang und erkennt einen Pfleger, der schnell auf ein Zimmer zusteuert, in dem Roboter Nummer 2 gerade putzt. Dann kann Roboter 1 die Information an Roboter 2 weitergeben, der kann sich rechtzeitig in die Ecke zurückziehen und so dem Pfleger Platz machen. Anderes Beispiel: Roboter Nummer 1 befindet sich im Zimmer eines herzkranken Patienten. Die Schwester will dringend Rücksprache halten mit einem Kardiologen. Über den Roboter kann sie per Funk eine Suchmeldung losschicken, die von allen Mitgliedern der Kolonne empfangen wird. Sobald ein Mitglied des Schwarms fündig wird, baut er eine Video-Konferenz zu Roboter 1 auf. Damit ist der Kardiologe im Nu mit dem Krankenzimmer verbunden, in dem sein Rat benötigt wird.
So klein und vielseitig wie möglich sollen die Roboter werden: maximal 50 mal 50 mal 50 Zentimeter groß, ausgestattet mit Motor und Rädern, einem Bordrechner, Funkmodul, optischen Sensoren, Lautsprecher, Bildschirm und Putzeinrichtung zum Aufwischen sowie Desinfizieren." Wann erste Testläufe stattfinden sollen, steht nicht in der Pressemeldung der Fraunhofer Gesellschaft.

Die Grundüberlegungen hinter diesem Projekt sie seit Jahren bekannt: Weltweit wächst die Anzahl der Pflegekräfte weniger schnell als der Bedarf an pflegerischen Hilfen. Um diesen immer größer werden Abstand zu überbrücken wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder technische Lösungen ins Gespräch gebracht. Auch Rohrpostsysteme spielten dabei eine Rolle. Im technophilen Japan gibt es Mülltonnen große Systeme, die im Alltagstest als Pfadfinder im Krankenhaus fungieren. In ferner Zukunft soll es 50 cm3 Schwarmroboter geben ... Würden Pflegekräfte auf realexistierenden Stationen befragt, kämen wahrscheinlich einige Ideen zur effektiveren Nutzung der Arbeitszeit zusammen, die kurzfristig umzusetzen sein könnten: weniger Computerabstürze, fehlerfreundliche mobile Eingabesysteme, ausreichend ergonomische Arbeitsplätze, intuitive Pflegedokumentation ...

Unser Beitrag Care-o-bot vom 29.1.09






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