PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche

RSS Feed abonnieren

[15.5.2007]

Euthanasie in den Niederlanden

Im Jahr 2001 trat in den Niederlanden ein Gesetz in Kraft, dass es ÄrztInnen ermöglicht Menschen zu töten die sehr stark an einer unheilbaren, todbringenden Erkrankung leiden. Jetzt hat das Gesundheitsministerium eine Studie mit den Statistiken aus den ersten fünf Jahren des Gesetzes veröffentlicht.

Im Jahr 2001, als das Gesetz in den Niederlanden in Kraft trat wurden 2,6 % (3500) aller Sterbefälle als Euthanasie gemeldet, berichtet die stellvertretende Gesundheitsministerin Jet Bussemaker. 2005 waren es nur noch 1,7 % (2325). Das niederländische Gesundheitsministerium verbucht diese Verminderung als Erfolg. Außerdem wird betont, dass immer mehr MedizinerInnen Euthanasiefälle den Behörden anzeigen. Die Ärzteschaft betont, dass die Gesetzgebung eine weit verbreitete Praxis ans Licht der Öffentlichkeit gebracht habe. 2001 wurde die Dunkelziffer der heimlichen Euthanasiefälle mit 46 % angegeben. 2005 seien es nur noch 20 % gewesen. Als ein Grund für die fallenden Raten wird die verbesserte palliative Versorgung genannt. Dabei wird die Praxis hervorgehoben hochdosierte Sedativa zu verabreichen, um die Leiden am Lebensende zu vermindern. In Deutschland wird vor allem die erfolgreiche Analgese in den Focus der Palliativpflege gestellt. Sedativa, also Beruhigungsmittel, spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

zur Deutschen Hospiz Stiftung
zum Artikel im Guardian


[41]