PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche

RSS Feed abonnieren

[14.7.2007]

Mehr Transparenz in die Pflege!

Die Entscheidung welche Pflegeeinrichtung die Assistenz übernehmen soll, wenn private Hilfeleistungen nicht mehr ausreichen, ist schwierig. Fast alle Anbieter beraten freundlich und individuell. Interessierte und Angehörige werden in Wohneinrichtungen herumgeführt. Die GesprächspartnerInnen sind meist allerdings nicht diejenigen, die morgens am Bett stehen würden. Eindrücke bleiben oberflächlich und das Gesagte hätte im Streitfall nur eine geringe Bedeutung. Dazu kommt, dass die Wahlmöglichkeiten in der Regel begrenzt sind: die Einrichtung soll in erreichbarer Nähe und bezahlbar sein. Oft drängt auch die Zeit.

Es bleiben viele Fragen offen: zum Krankenstand des Personals, zur Fachkräftequote der Pflegenden in genau diesem Wohnbereich, zum Personalschlüssel, zum Verhältnis zwischen Voll-, Teilzeit und 400€ Kräften, zur Zufriedenheit der BewohnerInnen und ihrer Angehörigen, zur Qualität der hauswirtschaftlichen Versorgung ...
Welche Einrichtung lässt sich schon so genau in die Karten gucken?
Welche Angehörigen könnten die entsprechenden Fragen stellen und mit den Antworten auch etwas anfangen?
Verbraucherverbände, ein lokaler Anbieter, der Medizinische Dienst und das Kuratorium Deutsche Altershilfe haben am 13. Juli 07 eine neue Kampagne gestartet:

Für mehr Qualität und Transparenz in der Pflege!

Anlass ist die von der Koalition beschlossene Veröffentlichung von Prüfberichten in verständlicher Form. Diese Berichte könnten nicht nur viele wichtige Antworten zur Frage der Pflegequalität geben, sondern auch die Leistungen verschiedener Anbieter vergleichbar machen.
Die Kampagne schreibt: "Transparenz soll einen positiven „Wettbewerb um Qualität" initiieren." Dabei gehe es nicht nur darum gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Es wird ausdrücklich der Umgang mit den BewohnerInnen und mit deren Kritik genannt. Auch auf die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen wird Bezug genommen. Diese Initiative macht sich schon heute auf den Weg diesen Teil der Pflegereform umzusetzen, Monate bevor die Politik verbindliche Beschlüsse gefasst hat.

Die Kampagne wird getragen von:
Bundesinteressenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen (BIVA) e.V.
Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA)
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS)
Sozialholding der Stadt Mönchengladbach GmbH
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Meldung zum Thema Zivilcourage




[60]