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[22.7.2007]

Medizin und Pflege

Logo des Marburger BundsDr. Frank Ulrich Montgomery wendet sich an die Öffentlichkeit um zu warnen: "Wer originäre ärztliche Tätigkeit auf die Pflegeberufe verlagern will, der gefährdet die Sicherheit der Patienten". Er reagiert damit auf ein Gutachten aus dem Bundesgesundheitsministerium, in dem auch empfohlen wird der Pflege mehr Verantwortung zuzugestehen.

Was Montomery durch den Kopf geht beschreibt die Financial Times tags drauf: Dort wird über die Arbeit in einem OP in Gelsenkirchen berichtet. Fachpflegekräfte arbeiten in der 'Arztassistentenz'. Dann werden von Ihnen auch Venen für Bypässe präpariert oder Wunden verschlossen. 'Tätigkeiten, die in vielen Krankenhäusern allein Ärzten vorbehalten sind.' Während Gelsenkirchen sicher gute Gründe für diese Kompetenzüberschreitung der Pflegekräfte hat, fragen Außenstehende nach Qualitätssicherung und ärztlicher Haftung. Anders sieht es in vielen Bereichen der ambulanten Pflege aus. Warum müssen Pflegende nicht nur bei den Kostenträgern, sondern auch den Arztpraxen gegenüber Rechtfertigungsarien zum Verbrauch von Inkontinenzmaterialien vortragen? Wozu müssen MedizinerInnen entscheiden ob ein Toilettenstuhl, eine Greifhilfe oder ein höhenverstellbares Bett nötig ist? Nicht nur Dr. Montgomery sieht hier Klärungsbedarf. Das Gutachten "Kooperation und Verantwortung - Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung" (Sachverständigenrat) wird noch viele Diskussion nach sich ziehen.

zur Pressemeldung des Marburger Bundes (18.7.07)
zum Artikel der FTD (19.7.07)
zur Meldung über das Gutachten des Sachverständigenrats (3.7.07)





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