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[2.10.2007]

Aus Schaden wird man klug

Aus kritischen Ereignissen lernen

Unzureichende Medikamentenversorgung, Folgen schlechter Arbeitsorganisation, grobe Behandlung einer Patientin, die Sorgen einer Pflegekraft wegen der mangelhaften Versorgung durch pflegende Angehörige ... solche Meldungen schwappen immer wieder durch die Schlagzeilen. Seit Jahren. Wird etwas geändert? Ganz ohne Sensationslüsternheit ist am 1. Oktober ein neues Internetportal angetreten. Es soll Öffentlichkeit geschaffen werden, um aus kritischen Ereignissen zu lernen und Verbesserungen für die Pflegebedürftigen möglich zu machen.

Jeder kann mal einen Fehler machen. In der Altenpflege könnten durch Fehler bleibende Gesundheitsschäden entstehen. Das hohe Risiko macht es um so wichtiger zu vermeiden das Fehler wiederhlt werden. Doch mit eigenen Schwächen offen umzugehen, ist aus Sicht vieler Träger eine zu große Belastung. So wird, selbstverständlich nicht nur in der Altenpflege, vieles unter den Teppich gekehrt.
Finanziert vom Bundesgesundheitsministerium hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe jetzt eine offene Plattform geschaffen, um kritische Ereignisse offen zu legen. Diese Arbeit hat mehrere Ziele:
Menschen, die schwierige Situationen erlebt haben, bekommen die Möglichkeit darüber zu berichten. Anonym, ohne Beteiligte konfrontieren zu müssen. Einen Bericht einzutragen braucht nur etwa 15 min. Alle Beiträge werden vor der Veröffentlichung von einer Redaktion geprüft. Die Plattform bietet die Möglichkeit Berichte zu kommentieren. So bleiben die Berichtenden nicht allein und bekommen vielleicht Hinweise, die Ihnen helfen in Zukunft ähnlich Situationen zu vermeiden. Auch Kommentare sind anonym und ohne Computerfachwissen möglich. Außerdem werden Redakteure nach Möglichkeit Reaktionen auf die Berichte schreiben. Die Veröffentlichung im Internet macht es möglich, dass auch Andere aus den gemachten Fehlern lernen - im Interesse der Patienten.

Aufzaehlung Pressemeldung des Bundesministeriums
Aufzaehlung zu www.kritische-ereignisse.de
Aufzaehlung unser Beitrag vom 30. März 07 zum "Whistleblowing"





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