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[13.11.2007]

Finnland droht der Zusammenbruch in der Pflege

finnische Flagge quelle: wkipedia.orgVor der letzten Wahl in Finnland hatte die Samlingsparti vollmundig 540 Euro mehr für Pflegekräfte versprochen. Ein sehr attraktives Angebot, wenn auch mit 20 Jahren Beruferfahrung nur 1400 Euro verdient werden. Doch nach der Wahl ist das Versprechen der Partei nicht vergessen. Die Gewerkschaft droht mit Massenkündigungen. Stichtag ist der 19. November.

Die Samlingsparti hatte für die letzte Wahl die Versprechung gemacht. Jetzt regiert sie in Helsinki in einer Koalition. Die Gewerkschaft Tehy nimmt nun die gesamte Regierung in die Pflicht. Es werden Verbesserungen im Umfang von 24 % verlangt. Die Arbeitgeberseite bietet 12,5 % und die Kommunen, die die meisten Pflegekräfte bezahlen müssen, fürchten auch Forderungen anderer Berufsgruppen.
Statt eines Streiks plant die Gewerkschaft jetzt Massenkündigungen: 12.800 Angestellte haben unterschrieben und drohen damit gemeinsam zum 19.11. ihre Arbeitsverträge zu kündigen. Da insgesamt in Finnland nur etwa 32.500 Menschen mit Pflege ihr Geld verdienen, droht der Zusammenbruch. Die Gewerkschaft argumentiert mit vielen Jahren Unterbezahlung, der Diskriminierung von Frauen und dem deutlichen Mangel an Pflegekräften.
Die massive Drohung hat zu einem Schlichtungsverfahren geführt und die Regierung denkt darüber nach, wie sie ohne Gesichtsverlust Gelder in die Kommunalhaushalte transferieren könnte. Das Ende ist noch offen.

Aufzaehlung Artikel auf Spiegel-Online
Aufzaehlung Beitrag der Zeitung Helsingin Sanomat (englisch)
Aufzaehlung Gewerkschaft Tehy (englisch)

Aufzaehlung unser Beitrag zum Ende des Tarifstreits





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