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[11.2.2008]

Hartz IV und das Essen im Krankenhaus

Es war einmal eine Mutter, die schickte die Tochter zur kranken Großmutter um sie zu unterstützen. Wer krank ist habe es schwer genug. Lang ist's her. Der moderne Sozialstaat ist erheblich komplizierter als familiäre oder nachbarschaftliche Solidarität. So kamen findige Beamte auf die Idee, dass wer im Krankenhaus liege das ALG II ja nicht vollständig brauche.

Auf den ersten Blick sieht das logisch aus, schließlich können die Kosten für das Essen zuhause gespart werden. Andererseits: niemand im ALG II Haushalt bekommt zusätzliche Fahrtkosten für Besuche im Krankenhaus erstattet. Im Krankenhaus wird keine Wäsche gewaschen; Treppe putzen und Blumengießen in Singlehaushalten und die häufig nötigen Botengänge während des Aufenthalts im Krankenhaus: das alles sei mit der ALG II Pauschale abgedeckt, argumentieren die Sozialrechtsfachleute.
Petitionsausschuss, Bundesministerium und Sozialgerichte veröffentlichen in dieser unklaren Rechtslage seit Monaten immer neue Debattenbeiträge. Ein Klärung scheint in weiter Ferne.

Aufzaehlung zum Beitrag in epd-Sozial (Feb 2008)





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