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[15.3.2008]

Reaktionen auf die Pflegereform

Während Pflegeskandele immer wieder Stürme der Entrüstung im Blätterwald verursachen, lösten die Beschlüsse des Bundestags zur Verbesserung der Bedingungen der Pflege eher eine leichte Briese aus. Aber auch viele Akteure aus der Gesundheitswirtschaft haben sich geäußert.

"Nachhaltige Finanzierung nicht sichergestellt" titelt die Homepage der Diakonie. Auch der Umfang der externen Qualitätsprüfungen, für die es keine umfangreiche gesicherte pflegewissenschaftliche Basis gibt, wird kritisch bewertet. Positiv hebt der sozialpolitische Vorstand die verbesserten Leistungen für Demenzkranke und die Pflegezeit hervor.
Die Leistungssteigerungen seien beachtlich und die Anpassung der Pflegestützpunkte an regionale Erfordernisse werden vom AOK Bundesverband begrüßt.
Auch die Caritas betont das Finanzielle. Dort ist die Pressemitteilung überschrieben: "Pflegereform ohne nachhaltiges Finanzierungskonzept" und die besseren Leistungen für Demenzkranke sowie die Einführung einer Pflegezeit werden begrüßt.
"Pflegereform mit Rechtsanspruch für Pflegezeit verabschiedet", ist der Titel beim SoVD. Jährliche und unangemeldete Kontrollen werden als großer Fortschritt bezeichnet und die Einführung der Pflegezeit sehr begrüßt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hebt hervor, das auch Demenzkranke die keine Pflegestufe zuerkannt haben, Aufwendungen für entlastende Dienste wie Betreuungsgruppen, HelferInnenkreise und die Tagespflege bis zu maximal 200 € im Monat erstattet bekommen können.
Heike von Lützau-Hohlbein, erste Vorsitzende der DAlzG, kommentiert die Reform: "Es gibt eine Reihe von Ansatzpunkten, die Demenzkranken zu Gute kommen werden: Neben den verbesserten ambulanten Leistungen, gibt es künftig auch die Möglichkeit Leistungen in ambulanten Wohngemeinschaften zusammenzulegen und diese für Betreuungsleistungen zu verwenden. In letzter Minute wurde mit der Möglichkeit zusätzliches Betreuungspersonal einzustellen auch noch für die Versorgung Demenzkranker im stationären Bereich eine Verbesserung erreicht. Wir hoffen, dass die außerordentlich komplizierten neuen Regelungen des verabschiedeten Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes schnell und unbürokratisch umgesetzt werden und nicht neue Verwirrung stiften."
Die Süddeutsche Zeitung kommentiert: "Mit den höheren Einnahmen der Pflegeversicherung können die Pflegesätze angepasst werden. Das ist dringend nötig, denn sie wurden seit 13 Jahren nicht erhöht. Die Pflegebedürftigen trugen die steigenden Kosten alleine. Zuletzt mussten immer mehr alte Menschen Sozialhilfe beantragen, weil ihre Rente plus die Zuschüsse der Pflegeversicherung nicht für den Heimplatz reichten ."
Elisabeth Scharfenberg (Grüne) rechnet ab: "Koalition verabschiedet Pflegereform mit einigen Lücken, wenig Mut und vielen Fehlern". Sie weist auch darauf hin, dass die Pflegekassen als Träger der Pflegestützpunkte nicht sehr vertrauenswürdig seien.
Die Beträge ab dem 1.7. 2008 gelten sollen finden Sie hier. Eine ausführliche Beschreibung der Veränderungen durch die Pflegereform können sie als PDF-Datei herunterladen.
unser Beitrag zu den Bundestagsbeschlüssen





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