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[3.11.2008]

Sterben begleiten

Logo mariecurie.org.ukBritische Untersuchungen zeigen, dass zwei Drittel aller Menschen gern zu Hause sterben würden. Nur bei einem Viertel wird dieser Wunsch erfüllt. Die Organisation "Marie Curie Cancer Care" bietet für ganz Großbritannien ambulante Hilfen für Sterbende und Angehörige an. Auch regelmäßige Nachtwachen sind möglich.

Die Reform der Pflegeversicherung hat einige Verbesserungen, vor allem für die Versorgung Demenzkranker und für die Pflege zu Hause gebracht. Das sind Schritte in die richtige Richtung, aber wie soll es weiter gehen? Für die Versorgung Sterbender in der häuslichen Umgebung (ambulante Palliativdienste) werfen wir einen Blick über den Tellerrand nach Großbritannien. Dort gibt es die gemeinnützige Organisation "Marie Curie Cancer Care". Ein Teil ihrer Arbeit ist es, landesweit ambulante pflegerische Hilfen für Sterbende zu organisieren. Der "Marie Curie Nursing Service" schreibt:

Viele Menschen, die schwer krank sind und für die keine Aussicht auf Heilung besteht, möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Wohnung leben. Der Marie Curie Pflegedienst bietet Pflege zu Hause, oftmals in der Nacht, bis zu neun Stunden täglich. Die Leistungen sind für Patienten und ihre Angehörigen kostenlos - man bittet allerdings um großzügige Spenden.
Marie Curie Schwestern sind professionelle Pflegekräfte und absolvieren spezielle Weiterbildungen. Sie arbeiten immer eng mit den Angehörigen zusammen, um ihre Hilfen zu Hause so angenehm wie möglich zu gestalten. Marie Curie Schwestern können eingeladen werden, um ein spezielles Problem zu klären, beispielsweise die Umstellung auf ein neues Medikament. Sie kommen auch, wenn die Pflegepersonen Entlastung benötigen. Marie Curie Schwestern bieten sowohl körperliche Pflege für die Patienten an, als auch Beratung und Unterstützung bei sozialen oder psychischen Problemen. Sie haben Zeit über alle Fragen zu sprechen, die mit der Erkrankung und Behandlung zu tun haben. Marie Curie Schwestern kennen den aktuellen Stand der Forschung und leisten individuelle Hilfen. Sie können auch pflegende Angehörige anleiten. Diese Angebote sind mit der britischen "Krankenversicherung" (NHS) abgestimmt.
Marie Curie Cancer Care betreibt darüber hinaus umfangreiche Forschungen im Bereich der Palliativpflege und ist auch Träger von 10 Hospizen.

Erklärungen über die Marie Curie Schwestern für Patienten und Angehörige im Internet und als pdf-Datei (beides in englischer Sprache)







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