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[24.11.2008]

Gesunde Jahre im Alter

Grafik der KampagneInternational steigt die Lebenserwartung der Menschen. Das ist erfreulich. Allerdings werden die Menschen im Alter häufiger krank was nicht nur den Krankenversicherern Kopfzerbrechen bereitet. Wer weiß wie Menschen lange ihre Gesundheit erhalten können? An der Universität Leicester wurde diese Frage mit der Statistik angegangen. Auch innerhalb der EU sind die Unterschiede groß.

Statistik über die Lebenserwartung von Frauen in EuropaDas Forschungsteam hat zuerst die Daten zur Lebenserwartung zusammengetragen. Seit Jahren ist bekannt, das Frauen länger leben als Männer und das die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Frauen in Frankreich können 85,4 Lebensjahre erwarten, in Deutschland sind es 83 und in Lettland 79,3 Jahre (für Männer: Schweden 80,3; D - 79,3; Lettland 71,3 Jahre). Was können Lettland und auch Deutschland von Frankreich und Schweden lernen, um die Lebenserwartung der Menschen zu erhöhen?
Neu an dieser Studie ist der nächste Schritt: Es wurden Menschen über 50 nach ihrem Gesundheitszustand gefragt und ob sie alltägliche Aktivitäten aufgrund von Krankheit einschränken müssen. Aus den Antworten wurde errechnet wie viele gesunde Jahre jenseits der 50 zu erwarten sind. Männer in Dänemark können erwarten 78,3 Jahre alt zu werden. 23,6 der Jahre über 50 - mehr als 80 % - werden als einigermaßen gesund erlebt. Männer in Deutschland müssen erwarten weniger als die Hälfte ihrer Jahre über 50 ohne Einschränkungen verbringen.
Statistik über die Lebenserwartung von Männern in EuropaDie Befragten wurden um eine Selbsteinschätzung gebeten. Das ist zwar ein wichtiger Indikator für die Lebensqualität, aber kulturelle Unterschiede erschweren Vergleiche zwischen den Ländern. So wird in Deutschland häufig beklagt, dass hier mehr gejammert würde als anderswo.
Ziemlich deutlich wird aber: in den neuen Mitgliedsstaaten der EU muss die Gesundheitsversorgung noch ausgebaut werden, um an Europäische Durchschnittwerte heranzukommen. Deutschland allerdings liegt in diesen Tabellen auch überall unter dem Durchschnitt.
Die Studie wurde von der EU finanziert und am 17.11.2008 in The Lancet veröffentlicht.

Artikel der BBC zur Studie (englisch)
Portal der EU zur öffentlichen Gesundheit





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