Dieser Text wird mit den Augen vom Monitor abgelesen - meistens. Für viele Sehbehinderte ist das Lesen mit viel Anstrengung und Kopfschmerzen verbunden. Blinde können sich Texte von Sehenden vorlesen lassen. Solche Mühen können umgangen werden Dank des Erfindungsreichtums und der Ausdauer des vor 200 Jahren geborenen Louis Braille. Von ihm stammt die Schrift aus Serien von sechs Punkten, die in Papier geprägt werden können. Mit entsprechendem Training ist es möglich tastend Braille Texte so schnell zu lesen wie Sehende es mit Gedrucktem können. Schreibmaschinen, die Braille ausgeben, versetzen Blinde in die Lage zum Beispiel bei Gericht mit zu stenographieren. Mit speziellen Tafeln und Griffeln können auch schnell Notizen in Punktschrift gedruckt werden. Auf dieser Basis ist es vielen Blinden erst möglich geworden ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihr Leben selbst zu bestimmen.
Seit dem Computer vernetzt werden und auch Audio-Dateien leicht ausgetauscht werden können, sind weitere Barrieren gefallen, die Sehbehinderte von einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen haben.
Auf vielen Internetseiten (z.B. www.pflegestufe.info) ist es möglich mit Hilfe einer Lesezeile (Bild) zu navigieren oder sich mit spezieller Software zurecht zu finden, die Texte aus dem WWW in gesprochener Sprache ausgibt (Screenreader). Für eMails und andere Textformate gibt es vielerlei angepasste Tastaturen.
Lesen und schreiben können ist heute für viele Menschen mit Schwierigkeiten beim Sehen fast schon selbstverständlich.
Das Blindenmuseum Berlin Steglitz bietet Informationen auf Internetseiten an, die für Sehbehinderte optimiert sind.
Informationen zur tour-de-braille des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands
Internetseite des österreichischen Bundes-Blindenerziehungsinstitut mit vielen Informationen und Erklärungen.
Beitrag der Deutschen Welle "Lesen mit den Fingern" vom 4.1.2009.
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