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[12.8.2009]

Viruserkrankungen

Die "Richtlinien zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches" (BRi) sind die verbindliche Grundlage für alle Verfahren zur Einstufung in eine Pflegestufe. Sie wurden immer wieder geänderten Gegebenheiten angepasst. Bei der Pflegereform 2008 wurden die dringend nötigen Verbesserungen der Pflegestufen allerdings ausgespart. Somit hat sich im Kern wenig geändert und die jetzt erschienene Überarbeitung bringt nur Veränderungen in Details.

Nach vielen Monaten ist die neue-, die Mexiko- oder Schweine-Grippe auch in diesem Feed angekommen. Bisher gab es wenig zu berichten, was nicht die Massenmedien schneller und besser gekonnt hätten. Die Entscheidungen des Bundeskabinetts zur Verteilung des Impfstoffs lohnen allerdings einige Überlegungen aus sich der Pflegenden.
Für über 20 Millionen Menschen wurde der Impfstoff bestellt. Vielleicht schon im September, wahrscheinlicher aber wohl im Oktober werden dann auch Massenimpfungen vorgenommen. In der Regel soll das hausärztlicher Verantwortung passieren. Auch bei der Entscheidung wer den Impfstoff erhält spielen die Hausärztinnen und -ärzte die Schlüsselrolle.
In den Beschlüssen des Kabinetts wird von chronisch Kranken, medzinischem Personal und dem Rettungswesen geschrieben.
Wer ist chronisch krank? Wegen der Zuzahlungsregelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung haben viele Menschen bereits eine förmliche Anerkennung als chronisch Kranke. Die Vorschriften in diesem Verfahren sind allerdings enger, als es medizinisch sinnvoll wäre. Wer darüber hinaus geimpft werden kann oder soll, ist heute noch nicht zu lesen.
Bei der Impfempfehlung für Pflegende denken alle sofort an die Menschen, die in den Notaufnahmen arbeiten. Aber sollen Gesundheits- und Krankenpflegekräfte geimpft werden, die im Krankenhaus arbeiten? Und wie ist es mit Pforte, Hauswirtschaft, Haustechnik oder den Zivildienstleistenden?
Viele Menschen, die in Altenheimen wohnen gelten als chronisch krank. Wie ist es mit den Altenpflegekräften, den Ehrenamtlichen oder der Reinigungskraft?
Über die ambulante Pflege ist nirgends zu lesen. Menschen, die zu Hause leben und pflegerische Hilfe brauchen, sind in der Regel auf ein ganzes Netz von Pflegepersonen angewiesen: ambulanter Pflegedienst, jemand für Einkäufe, der Bringdienst für Mittagessen oder Medikamente, Friseurin oder Fußpflege, die in Haus kommen, jemand für Autofahrten, eine Nachbarin für Besorgungen im Haus ... Wer von denen ist zur Impfung berechtigt? Es gibt noch viele offene Fragen.

Carers UK empfiehlt, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was passiert, wenn Pflegende ausfallen - sie könnten selbst erkranken oder ein anderes Familienmitglied benötigt Pflege. Manches kann einfach verschoben werden. Mahlzeiten könnten bevorratet werden, damit einfacher Kurzzeitpflege, ambulanten Pflegedienst bitten vorsorglich Formalitäten zu klären.Verwandte in Bereitschaft versetzen,
Nicht zu vergessen: Vorsicht walten lassen und in der Öffentlichkeit die Regeln zur Infektionsvermeidung einhalten. Dazu V
Zwar ist nichts Verbindliches bekannt, doch es ist schwer vorstellbar, dass nicht die HausärztInnen die Schlüsselrolle bei der Indentifizierung der ImpfkandidatInnen haben sollen. Für alle, die auf eine Impfung wert legen wäre es sinnvoll sich mit der Arztpraxis zu verständigen. Dann ist dort wenigstens schon mal ein Name bekannt - das könnte bei der Vorbereitung auf die Massenimpfungen helfen.

Pressemitteilung des MDS Neue Begutachtungs-Richtlinien in Kraft
Unser Beitrag zur Persönliche Hygiene vom 4.4.2008






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