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[17.9.2009]

Patient - Partei

Foto: ein sitzender Mann bekommt HilfeWir werden alle mal krank - und wenn es schlimm wird brauchen wir pflegerische Hilfe. Diese Selbstverständlichkeiten passen nicht zur politischen Realität in Deutschland: Pflegepolitik erregt wenig Aufmerksamkeit. Auch im Bundestagswahlkampf kommt das Thema kaum vor. Die deutsche Hospizstiftung hat den Parteien Wahlprüfsteine vorgelegt und die Antworten rechtzeitig vor der Bundestagswahl veröffentlicht.

Die Stiftung schreibt: "'Alle fünf im Bundestag vertretenen Parteien sprechen sich eindeutig gegen aktive Sterbehilfe aus. Das ist eine klare Absage an all jene, die seit Jahren versuchen, den Patientenschutz für Schwerstkranke und Sterbende zu untergraben ... Alle Parteien haben erkannt, dass aktive Sterbehilfe die Schwächsten der Gesellschaft unter unerträglichen Druck setzt', erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. 'Das ist ein herausragendes Ergebnis unserer Wahlprüfsteine.' ... Zur Frage nach der ambulanten Palliativversorgung betont Brysch: 'Es ist besorgniserregend, dass keine der beiden Volksparteien Vorschläge hat, wie der zögerlichen Umsetzung des Rechtsanspruchs auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung begegnet werden kann. Um Tendenzen zur aktiven Sterbehilfe konsequent entgegenzutreten, sind hier konkrete Schritte der Umsetzung unverzichtbar.' Brysch kritisiert außerdem, dass die Parteien der Regierungskoalition zum Themenkomplex 'Pflege' keine befriedigenden Lösungsvorschläge liefern."
Zur Pflege wurde beispielsweise gefragt: "Obwohl die Zahl der Krankenhauspatienten seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt, wurden seit Mitte der 1990er Jahre in erheblichem Umfang Stellen im Pflegedienst der Krankenhäuser abgebaut ... In einer Modellrechnung errechnete eine Studie im Jahr 2008, dass angesichts der gestiegenen Leistungszahlen gegenwärtig ca. 70.000 mehr Pflegekräfte in Krankenhäusern erforderlich
wären, um den gleichen Versorgungsstandard wie Mitte der 1990er wieder zu erreichen.
Frage: Welches Konzept haben Sie, um diese Fehlentwicklung zu beheben? Wie soll dies �?nanziert werden?" Die Antworten hierzu fielen bei allen Parteien sehr vage aus.

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Pressemitteilungen der Deutschen Hospiz Stiftung
Wahlprüfsteine zum Patientenschutz - pdf Logo Datei mit allen Fragen und Antworten
Wir haben die Wahl, unser Beitrag zu Wahlprüfsteinen der Caritas Paderborn vom 8.6.2009
Lichter aus im Krankenhaus?, unser Beitrag vom 17.9.2008








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