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[2.11.2009]

Ohrenkuss

Bild"Vieles was man hört, geht in den Kopf hinein, und das meiste geht auch wieder heraus. Nur das wirklich wichtige bleibt im Kopf - und dann ist es ein Ohrenkuss."
So erklären die Menschen mit Down-Syndrom, die seit über 10 Jahren an der Zeitschrift Ohrenkuss arbeiten, ihr Projekt. Sie veröffentlichen Texte über ihre Sicht auf die Welt.

Im letzten Jahrhundert war die Meinung weit verbreitet, dass Menschen mit Trisomie 21 nicht die Fähigkeit hätten lesen oder schreiben zu lernen. Trotzdem bekam die Medizinerin Katja de Braganca Texte von Patienten geschenkt. So bemühte sie sich um ein Forschungsvorhaben aus dem 1998 die Zeitschrift Ohrenkuss entstand. Texte und redaktionelle Arbeit für die zwei Ausgaben im Jahr machen Menschen mit Down-Syndrom, die ihre eigenen An- und Einsichten veröffentlichen wollen.
10 Jahre Ohrenkuss nimmt die Redaktion zum Anlass ein Nachschlagewerk herauszugeben. Von "A wie Affendame" über "M wie Mongolei" bis "Z wie Zeitumstellung". Oliver Tolmein betont*, dass dieses Wörterbuch die Welt in einem ganz besonderen Zusammenhang erschließt und bedauert, dass er seine eigene Ausgabe nur selten auf dem Tisch habe; meist schlage gerade jemand anders etwas darin nach.

Titelblatt des KalendersUnd weil es auf Weihnachten zugeht, hier noch ein Hinweis:

A little extra 2010.

"Die Stuttgarter Fotogra�?n Conny Wenk hat Bilder von außergewöhnlichen Kindern und Jugendlichen zusammengestellt, die über ein Chromosom mehr verfügen als die meisten Menschen. Sie haben Down-Syndrom, und das bedeutet häu�?g zu allererst: ein Mehr an Lebensfreude und Leichtigkeit, mehr Unbekümmertheit, mehr Liebe und mehr Glück ... "
schreibt der Verlag.

Die Zeitschrift Ohrenkuss im Internet; Direkt zum Wörterbuch
Verlagsinformationen zum Wandkalender "A little extra 2010"

* in Mabuse 182, Nov/Dez 2009, S. 61








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