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[19.11.2009]

Dr. Angelika Zegelin erhält das Bundesverdienstkreuz

Frau Zegelin (Quelle: Pflegewiki)Seit einem Vierteljahrhundert ist Dr. Angelika Zegelin von der Universität Witten/Herdecke hautnah dabei, wenn wissenschaftliche Konzepte für die Pflege entwickelt werden. An der Universität Witten/Herdecke war sie am Aufbau des ersten universitären Studiengangs Pflegewissenschaft in Deutschland federführend beteiligt. Doch nicht nur deshalb, sondern auch, weil sie viele Projekte auf diesem Sektor in der ganzen Welt angestoßen und aufgebaut hat, bekommt die Dortmunderin am 23. November in Witten das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Schwerpunkte der Forschung und der Lehre von Angelika Zegelin sind die "Patienten- und Familienedukation", in der es darum geht, Schulungsprogramme und Beratungsansätze für Patienten und ihre Angehörigen zu entwickeln. Ein weiteres Haupttätigkeitsfeld ist die Bettlägerigkeit bzw. ihre Verhinderung sowie der Forschungskomplex "Sprache und Pflege".
Frau Zegelin weiß genau, wovon sie spricht. Den Pflegeberuf hat sie von der Pike auf gelernt, war zunächst Pflegevorschülerin, bevor sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin abschloss und dann zwei Jahre als Krankenschwester arbeitete. Neben ihrer Arbeit holte sie in Abendschulen zunächst den Realschulabschluss, dann das Abitur nach und wurde später Pflegelehrerin in der Krankenpflegeschule der Städtischen Kliniken in Dortmund. Auch Studium und Promotion absolvierte sie neben dem Beruf. Seit fast 15 Jahren ist sie nun am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke tätig.
"Es ist nun einmal nicht so, dass wir im Alter einfach auf der Straße umfallen. Die meisten Menschen werden irgendwann abhängig von anderen. Dabei ihre Würde zu erhalten ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe." In diesem Prozess Einfluss nehmen zu können "macht mir einfach Spaß", erklärt Zegelin ihr jahrzehntelanges Engagement. "Es ist schön zu sehen, wie sich meine Ideen verbreiten."
Obwohl sie viele ihrer Ideen, ob in Deutschland oder im Ausland, bereits verwirklichen konnte, hat Angelika Zegelin durchaus noch Pläne für die Zukunft. "Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die interaktive Seite der Pflege, also der persönliche Patientenkontakt, der in der Regel ja nicht bezahlt wird, mehr Wertschätzung erfährt", sagt sie. "Das ist mir das wichtigste Anliegen." Die derzeitige Situation mit Sekunden-Kontakten und "08/15-Pflege im Eiltempo" sei mehr als unbefriedigend. Zegelin: "Da müssten meiner Meinung nach auch die Pflegenden mehr protestieren, sich organisieren und zur Not auch mal streiken. Diese Situation sollte man nicht einfach so hinnehmen."

Meldung auf den Internetseiten der Universität Witten/Herdecke
Vorstellung von Angelika Zegelin auf den Internetseiten der Universität Witten/Herdecke






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