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[7.4.2010]

Arbeitslosigkeit ist ungesund
besonders für Frauen

Logo des FFGZ BerlinDer Weltgesundheitstag 2010 am 7. April trägt die Überschrift: "Gesundheitsförderung in Städten". Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) e.V. Berlin fordert aus diesem Anlass mehr gezielte Gesundheitsförderung für arbeitslose Frauen. Begründet wird das einerseits mit erhöhten Krankheits- und Sterblichkeitsraten von erwerbslosen Frauen und andererseits mit Erfahrungen aus der Beratungsarbeit des FFGZ.

"Langzeitarbeitslosigkeit beeinträchtigt die Gesundheit, gesundheitliche Einschränkungen wiederum erschweren die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Um diesem Teufelskreis zu entkommen, bedarf es einer zielgruppengerechten und nachhaltig wirkungsvollen Gesundheitsförderung. Diese Erkenntnis ist bisher in den Jobcentern noch nicht angekommen. Es besteht Unkenntnis und Unwillen, Frauen mit der Gesamtproblematik ihres Lebens zu sehen und zu unterstützen. Das betrifft vor allem alleinerziehende, ältere und chronisch kranke Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die nachweislich die schlechtesten Chancen haben, wieder eine Arbeit zu finden und ökonomisch auch während der Arbeitslosigkeit besonders benachteiligt sind.
Studien belegen, dass das Krankheits- und Sterberisiko bei Menschen, die arbeitslos sind und keine Perspektiven mehr für sich sehen, deutlich erhöht ist ... Auffällig ist außerdem, dass die Sterblichkeit arbeitsloser Frauen höher ist als die der Männer.
Um den Belastungen, die als Folge von Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit einwirken, zu begegnen, brauchen die Betroffenen vielfältige und differenzierte Unterstützungsangebote. Gesundheitsförderungsangebote sind aber gegenwärtig sehr stark an der sozial und ökonomisch abgesicherten Mittelschicht orientiert und erreichen die Gruppe der Menschen, die schon lange arbeitslos sind, nicht oder nur unzureichend ...
Das Frauengesundheitszentrum fordert die Verantwortlichen in Jobcentern, Beschäftigungsträgern, Kommunen und Krankenkassen auf, das Thema Arbeitslosigkeit macht krank ernst zu nehmen und die Umsetzung von Programmen zur Gesundheitsförderung zu unterstützen."

Weitere Informationen in der Pressemitteilung des FFGZ und in der Zeitschrift CLIO für Frauengesundheit Nr. 67.





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