PFLEGESTUFE.INFO --WERBUNG--
Menü - Anzeigen  | Lupe Suche

RSS Feed abonnieren

[5.5.2010]

Geburtstagswunsch: Hebamme

Logo zur ProtestaktionDurch die jahrelange Vernachlässigung der Gebührenanpassung ist die Existenz freiberuflich arbeitender Hebammen bedroht. Viele sehen sich zum Aufgeben gezwungen. So gerät die wohnortnahe Versorgung der Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Gefahr. Auch im Krankenhaus hat sich die Situation für Hebammen nicht verbessert. Immer noch müssen Hebammen mehrere Schwangere im Kreißsaal gleichzeitig betreuen.

"Obwohl die Geburtenzahlen zurückgehen und sich die Verweildauer im Krankenhaus verkürzt, ist die Geburtshilfe aufwändiger geworden und ein Anstieg der Betreuungsleistungen zu beobachten. Damit auch im Krankenhaus die Versorgungssicherheit garantiert werden kann, braucht es genügend Hebammen in den Kreißsälen und den geburtshilflichen Abteilungen."
Die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe stehe auf der Kippe, betonen die Hebammen. Im Vorderrund der aktuellen Auseinandersetzungen stünden steigende Prämien für die Haftpflichtversicherung der freien Hebammen. Die zusätzlichen Kosten lassen sich aus den geringen Zahlungen der Krankenkassen nicht decken, aber die Forderungen der Hebammen nach existenzsichernden Vergütungen bleiben von den Managern der Kassen unbeachtet. Auch "Mahnungen an die Politik zeigten bisher keine Wirkung. Die Leidtragenden sind die Frauen und ihre Kinder, die vielleicht in Zukunft auf Hebammenhilfe verzichten müssen."
Der Deutsche Hebammenverband fordert:
- Eine Anhebung der Honorare und Gehälter auf ein Niveau, das der hohen Verantwortung entspricht, die Hebammen übernehmen.
- Eine Finanzierung der Krankenhäuser durch die Politik und nicht durch Lohnverzicht der Beschäftigten.
- Eine Qualitätssicherung der Geburtshilfe im Krankenhaus durch Senkung der Geburtenzahlen pro Hebamme pro Jahr.
- Die Solidarität Aller, damit die Wahlfreiheit des Geburtsortes erhalten bleibt.

Deshalb startet der Deutsche Hebammenverband heute, am Internationalen Hebammentag, eine E-Petition. Bis Mitte Mai werden 50 000 Unterschriften benötigt, damit sich der Deutsche Bundestag mit der drohenden Versorgungslücke befassen muss.

"Aber unabhängig davon, ob ein Kind im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause geboren wird:
Auf den Anfang kommt es an!"

Die Welt braucht Hebammen, heute mehr denn je!, zum Protest der Hebammen im Internet
Video der Hebammenschülerinnen der Hebammenschule Braunschweig zur Protestaktion





Möchten Sie unsere
Nachrichten aus der Pflege
abonnieren? [weiter]



[252]