Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordert schnelle Änderungen im System: es soll nicht mehr möglich sein das schlechte Beurteilungen in wichtigen Bereichen wie Ernährung oder Dekubitusversorgung mit hübschen Speiseplänen oder Ausflügen verschleiert werden können. Zwar gibt es dazu grundsätzlich nur Zustimmung, aber um den Weg wird gestritten.
Pflegende weisen schon lange darauf hin, dass es keine abgesicherten Erkenntnisse zu Bewertung und Vergleich von Pflegequalität gibt. Statt schnell ein paar Änderungen zu improvisieren sollten erst aus den bisher gemachten Erfahrungen Lehren gezogen werden. Der Forschungsauftrag dazu ist vergeben und Ergebnisse werden voraussichtlich noch im Juni vorgelegt. Dieser Position haben sich die Träger der Senioreneinrichtungen angeschlossen. Darüber hinaus wird von dieser Seite gefordert das Verfahren mehr darauf auszurichten die Wirklichkeit zu beurteilen, statt die Qualität der Dokumentation zu bewerten. Zur Zeit würden in den meisten Einrichtungen nach einer Prüfung neue Formulare eingeführt und die Schreibverpflichtungen der Pflegenden ausgeweitet.
Überbordende Bürokratie wird seit Jahren von vielen Seiten kritisiert, ist dem GKV aber keine Erwähnung wert.
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegenoten hat sich aufgelöst.
Während die Verbände fruchtlos verhandeln suchen Tag für Tag Menschen nach Einrichtungen denen sie sich für die letzte Lebensphase anvertrauen können. Einig sind sich alle, das Pflegenoten in der aktuellen Form dabei nur eine kleine Hilfe sind.
24-Seiten Broschüre des Deutschen Berufsverband Pflegeberufe (DBfK) zu den Pflegenoten(Juni 2010).
Pflegenoten weiter entwickeln – Träger der Pflegeeinrichtungen verweigern sich, Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbands vom 9.6.2010
Pflege: Zeit für die pflegebedürftigen Menschen steht im Vordergrund, nicht die Dokumentation für den MDK, gemeinsame Pressemitteilung der Pflegeanbieter vom 9.6.2010
Umfassende Informationen zu den Pflegenoten auf unseren Seiten:
www.pflegenoten.info
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