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[12.7.2010]

Viel trinken!

ein WasserglasIm Jahr 2003 lag Europa mehrere Wochen lang unter einer Hitzeglocke. Immer wieder ist zu lesen, dass Hitze die Gesundheit gefährdet. In Rheinland Pfalz weiß man es genauer: in den Monaten Juli und August 2003 starben etwa rund 1000 Senioren (ab 75 Jahre) mehr als in den Vergleichsmonaten der vergangenen fünf Jahre. Kein Lebensmittel- oder Tablettenskandal der letzten Jahrzehnte und weder Vogel- noch Schweinegrippe waren ähnlich tödlich. Es gibt Rettung: Trinken.

Es ist heiß in Deutschland. Das wissen wir auch ganz ohne Warnmeldungen des Wetterdienstes. Über die Haut verliert der Körper bei diesem Klima sehr viel Flüssigkeit. Das könnten auch ein bis zwei Liter pro Tag sein, schreibt die Stadt Köln in einem Infoblatt für Senioren. In Hessen wurde nach 2003 ein Warndienst installiert: alle Seniorenheime werden auf die extreme Wetterlage hingewiesen und aufgefordert entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Getränke einschenken und in erreichbare Nähe stellen ist der häufigste Tipp. Morgens Flaschen bereitstellen, die bis zum Abend geleert werden müssen, hilft den Überblick zu behalten. Es muss nicht immer Mineralwasser sein. Wer's mag kann auch zu alkoholfreiem Bier oder Radler greifen. Die meisten Obstsorten, aber auch Tomaten oder Gurken enthalten viel Wasser. Ein Suppe zum Mittagessen ist zwar sehr gut um verlorene Mineraliern zu ersetzen, aber nicht jedermanns Sache.
In Karlsruhe wird zusätzlich empfohlen die Körperthemperatur bei Menschen mit erhöhtem Risiko täglich zu messen und den Arzt zu informieren, wenn es mehr als 38°C werden.
In Oberursel gibt es ein "Trinkpaten" Programm: Senioren werden regelmäßig besucht und zum Trinken aufgefordert. Beim "Hitzetelefon" in Nordhessen werden Menschen angerufen, ans Trinken erinnert und auch nach ihrem Befinden befragt. Auch solche Hilfen können unter die Überschrift Mit den Folgen des Klimawandels leben gestellt werden.
Aber kurz gesagt: trinken, trinken, trinken.

Was tun bei Hitze? pdf Logo, Informationsblatt der Stadt Köln
Trinken gegen die Hitze, Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 10.7.2010





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