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[7.8.2010]

Pflegende ohne eigenes Leben

Logo Carers UKEs gibt Menschen, die kümmern sich mit viel Liebe um kranke, gebrechliche oder behinderte Angehörige. In Großbritannien wurde eine Befragung durchgeführt und mehr als drei Viertel von Ihnen sagten, neben der Pflege hätten sie keine Zeit für eigene Interessen. Dieses alarmierende Ergebnis veröffentlicht die Lobbyorganisation Carers UK.

An der Befragung im Frühjahr 2010 haben 3282 pflegende Angehörige teilgenommen. 80% mussten Freizeitaktivitäten aufgeben und verzichten auf Besuche bei Freunden oder Familie … weil die Pflege ihnen dazu keinen Freiraum lässt. 75% geben an zu Verwandten keinen Kontakt mehr halten zu können. Die Pflegenden sagen sie "existierten einfach, fühlten sich an den Rand gedrängt, unsichtbar und kämen nicht mehr unter Leute. An romantische Beziehungen oder gar eigene Kinder sei überhaupt nicht zu denken.
Wer sich um nahestehende Menschen kümmert, ist emotional, geistig, körperlich und auch finanziell erheblichen Belastungen ausgesetzt. Vier von fünf Pflegenden geben an wegen ihres Engagements finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Über die Hälfte der Befragten haben eine regelmäßige Erwerbsarbeit wegen der Pflege aufgeben müssen." Carers UK schätzt, dass die Arbeit der pflegenden Angehörigen im Vereinigten Königreich Jahr um Jahr einen Gegenwert von etwa 104.000.000 € hat. Trotz der überwältigenden Bedeutung dieser Leistungen müssen viele von ihnen in Isolation und mit der Aussicht leben, die eigenen Lebensperspektiven deutlich zu verschlechtern.

Carers UK fordert für die pflegenden Angehörigen ...
... niedrigschwellige Informations- und Beratungsangebote, die sie in ihrer Rolle als Pflegende auch praktisch unterstützen.
... die Möglichkeit "Auszeiten" zu nehmen, wenn es nötig ist.
... Unterstützung vor allem in Krisensituationen.
... angemessene finanzielle Leistungen.

No life of my own : the fate of the UK’s carers, Pressemitteilung von Carers UK (englisch)
Unser Beitrag Pflege ist Gesundheitsrisiko vom 5.3.2011





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