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[16.8.2010]

Fair - transparent - wertschätzend

In Schleswig-Holstein kamen 100 Akteure aus der Pflegebranche zusammen, um die Erfahrungen mit den Pflegenoten zu diskutieren und Vorschläge für die Weiterentwicklung des Pflegetransparenzverfahrens zu erarbeiten. Das Positionspapier wurde von Pflegeprofis, Experten aus Pflegewissenschaft und Qualitätsmanagement und Vertretern der pflegebedürftigen Menschen erarbeitet. "Das Prüfverfahren lasse es an Wertschätzung für pflegebedürftige Menschen mangeln, sagen Pflegeexperten und Betroffene."

Seit vor eineinhalb Jahre die Prüfungen zu den Pflegenoten begannen, wird dieses Verfahren immer wieder öffentlich kritisiert. Die Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung des Landes Schleswig-Holstein hat verschiedene Akteure an einen Tisch geholt, um die veröffentlichten Berichte zu diskutieren. Dass auch pflegebedürftige Menschen und der Berufsverband für Pflegeberufe eingeladen wurden, unterscheidet diese Initiative von vielen anderen Debatten zum Thema.
Ute Algier, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung: "Wir haben in Schleswig-Holstein durch das Selbstbestimmungsstärkungsgesetz eine innovative Heimgesetzgebung, die die Autonomie pflegebedürftiger Menschen betont. Das verträgt sich überhaupt nicht mit der Tatsache, dass im Rahmen von Qualitätsprüfungen Heimbewohner befragt werden, die Ergebnisse dieser Befragung aber nicht in das Gesamtergebnis der Prüfung eingehen." Patricia Drube, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft privater Pflegeanbieter in Schleswig-Holstein, betont: "Die Pflegetransparenzberichte sind alles andere als transparent. Pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen wird vorgetäuscht, Informationen über die tatsächliche Qualität der Leistungen zu erhalten, aber in Wirklichkeit beziehen sich die Bewertungen im Wesentlichen auf die Inhalte von schriftlichen Konzepten und der Pflegedokumentation." Qualität in der Pflege entstehe nicht automatisch durch mehr Kontrolle. Ein zunehmend größeres Problem sei die Schwierigkeit ausreichend geeignete Pflegefachkräfte zu finden.
Die AutorInnen des gemeinsamen Positionspapiers fordern ein Verfahren, "dass den Leistungsanbietern, den Pflegenden und den Pflegebedürftigen mehr Wertschätzung entgegenbringt".

Keine Wertschätzung für Pflegebedürftige – Prüfungen der Pflegekassen fehlt es an Transparenz, Pressemitteilung des DBfK
Postitionspapier zu einer Weiterentwicklung der Pflegetransparenzvereinbarungen (pdf Logo-Datei)





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