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[30.12.2010]

Gesund bleiben im Winter

Stadt und Land sind verschneit. Das sieht schön aus und viele Menschen hatten sich jahrelang weiße Weihnachten gewünscht. Mit einer Tasse heißer Schokolade aus einer gut geheizten Wohnung lässt sich gut leben. Die Winterkälte kann aber auch ein Gesndheitsrisiko sein. Jetzt treten Herzattacken, Schlaganfälle, Lungenentzündungen und Depressionen gehäuft auf. Beugen Sie vor.

In Großbritannien ist die Krankenversicherung zentral organisiert. Weil es einen National Health Service (NHS) für alle gibt, gibt es auch eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zur Gesundheitsvorsorge. Auf den Internetseiten des NHS finden sich deshalb auch gut aufbereitete Informationen zu besonderen Gesundheitsbelastungen im Winter unter der Überschrift
Bleib warm - bleib gesund.

Als Risikofaktoren für Kälte bezogene Erkrankungen werden genannt: mehr als 60 Lebensjahre, Schwierigkeiten die Wohnräume zu heizen (vor allem aus Armut), eine Behinderung, chronische Erkrankungen an Herz, Lunge oder Niere.
Winter für Winter werden im Vereinigten Königreich 25.000 bis 30.000 Todesfälle auch mit der kalten Witterung in Verbindung gebracht. Anlass genug für praktische Tipps:
- Halten Sie die Wohnung warm. Die tagsüber genutzten sollten auf 18-21 °C geheizt sein. Das Schlafzimmer sollte nicht kälter als 16°C werden. Eine Wärmflasche oder eine Heizdecke mit Sicherheitssiegel werden empfohlen, um das Bett zu wärmen. Niemals beides gleichzeitig im Bett haben!
- Mehrere dünne Schickten Bekleidung halten besser warm, als ein dicke Schicht.
- Extreme Temperaturwechsel erhöhen das Infarktrisiko. Deshalb sollten sie auch für den Weg in den Keller oder zur Mülltonne etwas überziehen und den Kopf bedecken.
- Wer raus muss sollte dass eher Mittags tun, damit es nicht ganz so kalt ist. Bis zu 50% der Körperwärme können über den Kopf verloren gehen, als: Mütze auf! Schal und Handschuhe helfen auch viel.
- Es ist gesund sich an frischer Luft zu bewegen, aber nicht fallen. Rechnen Sie mit kleinen Eisflecken, rutschigem Laub und ähnlichem. Viele Menschen können mit einem Rollator sicherer gehen ... aber nur wenn Gehwege und Straßenübergänge nicht von Schnee blockiert sind.
- Bleiben Sie auch zu hause in Bewegung, statt nur zu sitzen. Mindestens ein mal pro Stunde herumgehen, damit der Kreislauf in Schwung bleibt. Noch besser ist Gymnastik.
- Bereiten Sie sich auf Tage vor, an denen Sie nicht vor die Tür können und achten sie deshalb darauf Lebensmittel und Medikamente auf Vorrat zu haben.
- Dichten Sie Türen und Fenster ab um unnötigen Durchzug zu vermeiden. Aber: auch zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten ist es sinnvoll mehrmals täglich zu lüften.
- Vielleicht ist jetzt auch die Gelegenheit den Hausbesitzer nach besserer Fassadenisolierung zu fragen ...
Als typische "Wintererkrankung" wird auch die Depression genannt. Also: Täglich bewegen, am besten in der Mittagssonne, um viel Licht abzubekommen. Halten Sie sich warm, denn das Gefühl von Kälte kann eine Depression verstärken und vor allem: bleiben Sie im Gespräch. Besuchen Sie Freunde und Verwandte, oder greifen Sie zum Telefon.

Ein Mediziner gibt beim NHS als Regel aus:
Denken Sie an
Hirn - Mütze auf!
Herz - warm anziehen und massive Temperaturunterschiede vermeiden
Hüfte - Ein kalter Körper ist langsamer also: Hilfsmittel benutzen und achtsam sein!
Heim - Heizen sie ausreichend und sparen Sie nicht am falschen Ende.

Und an alle Fitten und Beweglichen: Bewegung an frischer Luft ist gesund - auch beim Schnee schippen. Helfen Sie gehbehinderten Menschen. Bitte.

Keep warm, keep well, Portalseite des NHS über Kälte und Gesundheit (englisch)
Hypothermie (Unterkühlung), Artikel in der Wikipedia





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