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[20.1.2011]

Mit Alzheimer Leben und pflegen

Uta Claus und Bodo Witzke haben den Film "Reise ins Vergessen – Leben mit Alzheimer" gedreht, der Anfang Februar im ZDF ausgestrahlt wird. Sie erzählen Geschichten von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Im Alltag wird viel über die Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im besonderen gewitzelt. In den letzten zwei Jahren wurden auch mehrere abendfüllende Spielfilme zum Thema veröffentlicht. Das deutet darauf hin, dass die Angst vor dem Verlust von Erinnerung und Identität weit verbreitet ist. Eine ganz wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krankheitsfolgen spielen pflegende Angehörige. Ihre Leistungen werden nicht angemessen gewürdigt: "Ohne ihren Einsatz würde das Pflegesystem in Deutschland zusammenbrechen."

Unter dem Titel: "Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer" geht es um Freundschaft, Liebe und Verantwortungsgefühl. Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland müssen mit der Diagnose Demenz leben. Die Betroffenen und ihre Angehörigen leisten oft Übermenschliches, um mit der Krankheit so gut es geht fertig zu werden, um dabei so viel Lebensfreude wie möglich zu erhalten. Sie müssen mit Pflegestufen, Krankenkassenabrechnungen und vielleicht mit der Suche nach Heimplätzen kämpfen, weil die deutsche Gesundheitsbürokratie unzählige Vorschriften und Organisationen hat und mit dieser Erkrankung zahlreiche Löcher im Netz der sozialen Sicherung sichtbar werden.
"Der Film 'Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer' von Uta Claus und Bodo Witzke erzählt die Geschichte von einigen Demenzkranken und ihren Angehörigen. 'Jeden Tag etwas Schönes', das ist das Motto von Sepp und Barbara Friedrich. Sie leben in der Nähe von München mit einem phantastischen Blick auf die Alpen. Alles könnte herrlich sein, wenn da nicht die Diagnose Alzheimer wäre und sich Sepp an immer weniger erinnern würde. Immer wieder muss er Barbara fragen, was er gerade getan hat. Trotzdem ist ihr Verhältnis harmonischer geworden, sagen sie lachend, 'die Fetzen fliegen nicht wie früher', sie leben bewusster zusammen. Aber die neue Verantwortung macht Barbara zu schaffen ... Sohn Hartmann pflegt Vater Hartmann. 'Wir beide sind ein Team', findet der Sohn. Vater Hartmann lehnt das sofort energisch ab. Er ist immer erstmal gegen alles, auch wenn er gleich darauf herzhaft lacht. Den Sohn stört das inzwischen nicht mehr, er kennt seinen Vater und dessen Krankheit. Vater Hartmann hat die 'gnädige Schwelle' überschritten, den Moment, ab dem ein Demenzkranker vergisst, was er alles vergessen hat ... Gabriele und Wilfried Briem: Vor 35 Jahren hatte sie ihm bei der Hochzeit keine ewige Treue versprochen, schließlich war es für beide die zweite Ehe. Sie hatte aber versprochen, dass sie für ihn da sein wird, wenn es darauf ankommt. Jetzt ist es so weit. Ihr Mann hat eine besonders schwere Form der Demenz, eine, die ihn aggressiv werden lässt. Auch wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, will sie ihn bei sich behalten. Die 84-jährige Nachbarin hilft viermal am Tag, den 90 Kilogramm schweren Mann, der sich kaum mehr bewegen kann, ins Bett zu bringen oder aus dem Bett zu holen. Eine riesige Aufgabe für die beiden zarten Frauen. Gabriele freut sich über jede Regung ihres Mannes, selbst wenn er manchmal wegen seiner Krankheit flucht und haut. Helga und Dorit sind Freundinnen, seit der Grundschule. Und die Freundschaft bleibt bestehen, auch wenn Dorit dabei ist, alles zu vergessen. Nur ihre Freundschaft zu Helga nicht. Die kümmert sich hingebungsvoll um ihre Freundin, aber ihr eigener Ehemann braucht auch Pflege. Helga sagt, es geht nicht mehr. Sie sucht einen Heimplatz für Dorit, aber kein Heim will Dorits kleinen Hund akzeptieren."

Sendetermine:
Dienstag, 1. Februar
Dienstag, 8. Februar
jeweils 20:15 Uhr - 21:00 Uhr im ZDF

Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer Internetseite zum Film auf www.zdf.de (Von dort stammen die Informationen zur Sendung.)
Internetseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Unsere Erläuterungen zu Leistungen der Pflegeversicherung für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (PEA)
Pflegende ohne eigenes Leben, unser Beitrag vom 7.8.2010 über britische Untersuchungen zu den Belastungen, denen Angehörige ausgesetzt sind.
Pflegestatistik, unser Beitrag vom 3.2.2007 zur Volkswirtschaftlichen Bedeutung der Leistungen der pflegenden Angehörigen.



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