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[29.9.2011]

Teststreifen zur Blutzuckermessung

Ab dem 1. Oktober 2011 wird noch mehr gespart. Die gesetzlichen Krankenkassen können dann nur noch in Ausnahmefällen die Kosten für Blutzuckerteststreifen übernehmen. Entwarnung für alle Menschen die Insulin spritzen müssen: für sie ändert sich nichts.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschließt darüber, was die gesetzliche Krankenversicherung erstatten darf und was nicht. Dort wurde beschlossen, dass ab dem 1.10.2011 Einschränkungen bei der Finanzierung von Blutzuckerteststreifen für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker gültig werden.
"Zusammen mit einer Reihe anderer Verbände haben die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), diabetesDE und der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) diese Entscheidung massiv kritisiert. Zu begrüßen ist allerdings, dass laut G-BA der Beschluss 'eine weitreichende Ausnahmeregelung' vorsieht, die in Abstimmung mit den im G-BA mitberatenden Patientenvertretern getroffen wurde. Die darin aufgeführten Kriterien haben allerdings zu zahlreichen Rückfragen geführt, wie die Verordnung in Zukunft zu handhaben ist." Deshalb haben DDG und DiabetesDe eine zwei-seitige Stellungnahme veröffentlicht.
Ausnahmen von der Regel sind zum Beispiel "instabile Stoffwechsellagen" infolge einer Erkrankung (Fieber, Magen-Darm Beschwerden) oder einer Therapie (Cortison-Behandlung oder Operation). Eine Umstellung auf ein neues Anti-Diabetes Medikament, die mit einem erhöhten Risiko von Hypoglykämien einher geht, ist eine weitere Ausnahme. Aber auch eine vorsorgliche Verordnung von bis zu 50 Teststreifen ist zulässig, wenn beispielsweise eine Reise in eine andere Zeitzone ansteht oder jemand fasten möchte (Ramadan). Welchen Aufwand ein Arzt treiben muss, um diese Ausnahmen der Krankenkasse gegenüber zu dokumentieren, schreiben die Verfasser nicht.

Stellungnahme zur Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker ab dem 1.10.2011 PDF-Logo, Stellungnahme von DDG und DiabetesDe (19.9.2011)



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