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[27.3.2012]

Schlaganfall

Im Falle eines Schlaganfalles kann schnelle Hilfe viel bewirken. Immer mehr Menschen überstehen einen Hirninfarkt mit wenigen oder beinahe keinen bleibenden Schädigungen. Die Zeitschrift Angehörige pflegen hat eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt Schlaganfall herausgebracht. Darin geht es nicht nur um Notfall-Regeln. Es kommt auch ein Ehemann ausführlich zu Wort, der seine Frau liebevoll pflegt, die weniger Glück hatte.

Alle drei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen so genannten Hirninfarkt. Meistens hervorgerufen durch ein Blutgerinnsel, kommt es zu Sauerstoffmangel in einem bestimmten Hirnareal. Das betroffene Gebiet stirbt ab. Mit dem Absterben geht ein Funktionsverlust von Motorik, Sensorik oder der Sprache einher. Am Ende steht häufig ein pflegebedürftiger Erkrankter und ein Angehöriger, der sein Leben auf die Bedürfnisse des Betroffenen ausrichten muss, um so den Schritt ins Pflegeheim zu vermeiden. Die Zeitschrift Angehörige pflegen beschäftigt sich in der ersten Ausgabe im Jahr 2012 in ihrem Titelthema mit dem Schlaganfall und den Folgen für Angehörige.
Wilhelm Knabe weiß wovon er spricht. Für Angehörige pflegen erzählt er in dem Artikel "Wie ein SCHLAG aus heiterem Himmel" seine Geschichte. Es ist eine Geschichte, die mit den ersten Schlaganfallsymptomen beginnt und von seiner liebevollen aber auch belastenden Pflege seiner Frau handelt. Während einer Kur hatte diese einen schweren Schlaganfall erlitten und war seitdem ein Pflegefall. Er schildert Probleme, wie die Auswahl des richtigen Pflegedienstes, das Verhalten von Freunden und Bekannten, aber auch die Hilflosigkeit eines Angehörigen in der Akutsituation und der darauf folgenden Betreuung. Dazu gibt es praktische Ratschläge.
In dem anschließenden Artikel gibt Pflegeberater und examinierter Altenpfleger Martin Moritz Antworten auf die Fragen, die sich wohl jedem Angehörigen stellen, der ein Familienmitglied zu Hause versorgen möchte. In dem Artikel wird betont, dass die richtige Organisation von unterstützenden Maßnahmen unterm Strich bares Geld bedeuten. So lassen sich bei einer Demenzerkrankung bis zu 10000 € im Jahr mehr nutzen, wenn alle Leistungen vernünftig kombiniert werden.
Dem Verhalten in der Notfallsituation Schlaganfall widmet sich ein eigener Artikel, der, angelehnt an die Empfehlungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die Symptome eines auftretenden Schlaganfalls wie Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen, Empfindungsstörungen, Schwindel und starke Kopfschmerzen schildert. Anschließend werden erste Notfallmaßnahmen erläutert, die jeder Angehörige durchführen kann. Es wird betont, dass grundsätzlich der Notarzt gerufen werden muss, um Folgeschäden durch eine frühzeitige und damit rechtzeitige Behandlung zu vermeiden.
In weiteren Artikeln wird auf andere teilweise auch unangenehme Themen des täglichen Lebens eingegangen. Das Tabuthema Inkontinenz wird in dem Artikel "Wenn die Blase schwächelt" beleuchtet. Er zeigt, dass eine Inkontinenz nicht immer von Dauer sein muss. Er gibt in Zusammenarbeit mit Facharzt für Urologie Dr. med. Fabian Mersmann, Ratschläge wie sich eine Inkontinenz vermeiden lässt oder eine bereits bestehende Inkontinenz behandelt werden kann.
Fazit:
Jedem Angehörigen stellen sich nach dem Entschluss, einen geliebten Menschen zu Hause zu pflegen, diverse Probleme in den Weg. Die Zeitschrift bietet Möglichkeiten diese Probleme zu lösen. Dabei wird nicht nur auf direkte Probleme, wie die Finanzierung eines Pflegedienstes, die Beantragung einer Pflegestufe oder die Auswahl eines Pflegeheims eingegangen, sondern auch auf die körperliche Gesunderhaltung des Pflegenden. Für bereits pflegende Angehörige oder diejenigen, die vor der Entscheidung stehen Pflege zu Hause durchzuführen, ist diese Zeitschrift absolut empfehlenswert.

Arne Kraft, Auszubildender für Gesundheits- und Krankenpflege (3. Ausbildungsjahr)

Die erste Zeit als Pflegeperson bewältigen. Neue Ausgabe von Angehörige pflegen wieder mit vielen Tipps, Pressemitteilung der BarmerGEK
Die BarmerGEK legt die Hefte der Angehörige pflegen in den Geschäftsstellen aus. Online kann auf den Seiten des Verlags in den Heften geblättert werden. Wer in NRW wohnt, kann sich die Zeitschrift von der Unfallkasse NRW per Post schicken lassen.
Merkblatt: Seelischer Umgang mit einem Schlaganfall, von www.gesundheitsinformation.de

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