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[6.8.2012]

Von Hiroshima bis Fukushima

LOGODie gesundheitlichen Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki belasten die japanische Gesellschaft seit Jahrzehnten. Die Hibakusha mussten lernen, dass selbst ihre Kinder mit Krankheiten in Folge der Verstrahlung leben müssen. In Tschernobyl zeigen die Statistiken, dass es auch mehr als 25 Jahre nach der Katastrophe noch Neu-Erkrankungen gibt. In Fukushima, in ganz Japan ist ähnliches zu erwarten. Die IPPNW weist darauf hin, das die Medizin kapitulieren muss: "Wir werden Euch nicht retten können!"

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) arbeiten seit Jahrzehnten für eine Welt ohne Atomwaffen und auch ohne Atomkraft. Kernaussage der Organisation:
Wir werden Euch nicht retten können!
Es gibt keine Heilung, wenn Strahlung einmal freigesetzt wurde - weder nach den Bomben auf Hiroshima und Nagasaki, noch nach dem Einsatz von Uranmunition im Irak, noch nach Katastrophen wie in Tschernobyl oder Fukushima.

Die auf Spenden angewiesene Organisation kritisiert, dass es bis heute "noch keine epidemiologische Studie über die Gesundheitskonsequenzen des Supergaus in Nordost-Japan" gibt. "Die IPPNW fordert unabhängige epidemiologische Studien, um die Effekte der Niedrigstrahlung besser zu verstehen und um das Ausmaß der gesundheitlichen Folgen in den kommenden Jahrzehnten und für kommende Generationen einschätzen zu können. Benötigt werden Untersuchungen, die gänzlich frei sind vom Verdacht der Einflussnahme der Atomindustrie und der Atomregulationsbehörden, deren mangelndes Sicherheitsbewusstsein zu der Katastrophe von Fukushima maßgeblich beigetragen hat." Solche Studien wären die notwenige Konsequenz aus dem offiziellen Bericht des Untersuchungsausschuss des japanischen Parlaments zur Atomkatastrophe: "Es gibt keinen generell akzeptierten unteren Schwellenwert für Langzeitschäden durch Niedrigdosis-Strahlung" (Rosen, 2012, S. 15). "In Anbetracht der Tschernobyl-Opfer ist die Behauptung japanischer Regierungsberater, der Atomindustrie und der IAEO, der Fukushima-Gau werde nur wenige bis gar keine Folgen auf die Gesundheit der Menschen haben, nicht nur unwissenschaftlich, sondern zutiefst unmoralisch", erklärt der IPPNW-Kinderarzt Dr. Alex Rosen.

 

Von Hiroshima bis Fukushima: Gesundheitliche Folgen ionisierender Strahlung, IPPNW Pressemitteilung vom 2.8.2012
Auswirkungen der Atomkatastrophe von Fukushima pdf Logo Hintergrundpapier von Dr. Alex Rosen (31.7.2012)
Das gesundheitliche Erbe von Tschernobyl pdf Logo, Bericht des IPPNW über die Folgen der Reaktor-Katastrophe in der Ukraine (2011)
Katastrophenhilfe, unser Beitrag vom 11.5.2011


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