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[31.12.2012]

Pflegereform 2012

Nach heren Versprechungen im Wahlkampf 2009. Nach dem ministeriell ausgerufenen "Jahr der Pflege 2011" treten am 1.1.2013 die wichtigsten Bestimmungen der aktuellen Pflegereform in Kraft. Für viele Menschen mit Demenz gibt es Monat für Monat mehr Geld. Ganz neu ist, dass es Pflegegeld und andere Leistungen auch bei Pflegestufe 0 gibt, wenn die erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigt wurde. Wir veröffentlichen eine neue Broschüre mit den wichtigsten Neuerungen.

Sicher ist, dass die Meisten, denen vom MDK erheblich oder in erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz (PEA) bescheinigt wurde, ab dem 1. Januar 2013 mehr Geld bekommen.
Einige Leistungen der Pflegeversicherung gibt es nur unter der Voraussetzung, dass mindestens die Pflegestufe I zuerkannt wurde. Mit dieser Reform ist der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert worden. Ist die eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigt worden, haben jetzt auch Menschen mit Pflegestufe 0 zum Beispiel Anspruch auf den monatlichen Betrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel oder Unterstützung bei der Wohnraumanpassung. (Zusätzlich wurden für alle Versicherten ein paar bürokratische Hürden bei der Bezuschussung von Umbaumassnahmen abgebaut.)
Für pflegende Angehörige bringt die Pflegereform 2012 ebenfalls ein paar Verbesserungen. Jetzt gilt auch bei Pflegestufe 0 mit PEA ein Anspruch auf Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI. Schon vor dieser Reform gab es die Möglichkeit das Budget für die Verhinderungspflege nicht tageweise, sondern stundenweise, über das ganze Jahr verteilt, zu nutzen. Das hat viele pflegende Angehörige entlastet. Mit dieser Reform wurde beschlossen, dass während einer tageweise in Anspruch genommenen Verhinderungspflege- oder Kurzzeitpflege das Pflegegeld nicht mehr gestrichen, sondern zur Hälfte weiter gezahlt wird. Außerdem soll es pflegenden Angehörigen künftig leichter gemacht werden, Kuren in Anspruch zu nehmen. Eine bürokratische Finesse, die einigen pflegenden Angehörigen nutzen wird: Wie viel die Pflegekasse für pflegende Angehörige (auf Antrag) in die Rentenkasse einzahlt, hängt davon ab, wie viele Stunden pro Woche mit pflegerischen Hilfen verbracht wird. Bisher wurden alle Pflegebedürftigen isoliert betrachtet. In dem gar nicht so seltenen Fall, dass zum Beispiel eine Tochter beide pflegebedürftigen Eltern unterstützt, werden die Zeiten künftig addiert, was zu einer etwas besseren Rente führen kann.
Bei vielen weiteren Reformmaßnahmen, wie den Zeitleistungen und der neuen häuslichen Betreuung in der ambulanten Pflege, steht noch in den Sternen, wann sie bei den Pflegebedürftigen ankommen, weil die Ausführungsbestimmungen dazu noch lange nicht ausverhandelt sind.

Unsere Broschüre Pflegereform 2012 pdf Logo

Zu den größeren Reformschritten in der Pflegeversicherung haben wir jeweils eine Broschüre geschrieben. Diese und weitere Materialien finden Sie auf unseren Downloadseiten.

 

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