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[23.1.2013]

Caritas: Qualität hat ihren Preis

Die Barmer GEK hat verglichen, was die Versorgung in Altenheimen in den verschiedenen Bundesländern kostet. Es wurde bestätig, was das NRW Sozialministerium schon 2008 meldete: in NRW ist es kostspieliger als anderswo. Die Caritas NRW kommentiert die Zahlenspiele.

"Beim Vergleich der Kosten entscheiden sich in Nordrhein-Westfalen vor allem 'Grenzbewohner' gerne zunächst für ein Altenheim in Niedersachsen. Auch in anderen Bundesländern kommt man günstiger weg, wie die Barmer GEK in einer kürzlich veröffentlichten Studie feststellt. Das liegt allerdings nicht daran, dass die NRW-Heime schlecht wirtschaften, sondern hat gute Gründe: 'Qualität hat ihren Preis', stellt Münsters Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann fest.
Da gibt es zum Beispiel in NRW im Gegensatz zu Niedersachsen in jeder Einrichtung einen Sozialdienst. Auch ist die geforderte Quote von mindestens 50 Prozent Fachkräften in der Pflege im Ländervergleich hoch. Dabei sei es Prinzip der Caritas, allen Mitarbeitenden auskömmliche Löhne nach Tarif zu zahlen, so Kessmann. Die lägen im Vergleich in der Regel höher, was bei den vielen der Caritas angeschlossenen Altenheimen im Land im Durchschnitt auch zu höheren Kosten führe. Rund 200 bis 400 Euro mehr monatlich in NRW hatte die Barmer GEK herausgefunden. Wobei dies keine neue Erkenntnis ist. Schon der damalige Landessozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte eine Studie in Auftrag gegeben und war 2008 zur gleichen Erkenntnis gekommen. Nicht zuletzt sind es die hohen Anforderungen des von ihm verantworteten Wohn- und Teilhabegesetzes, die die Kosten treiben. Was die Caritas positiv bewertet, denn dadurch wird die Betreuungsqualität gesichert.
Der dort verlangte Aufwand, aber auch die vielen Prüfungen nicht nur durch Heimaufsicht und MDK treiben die Kosten in die Höhe, so Anne Eckert, Leiterin des Referates Altenhilfe und Sozialstationen. Beispielsweise müssten alle Medizinprodukte wie Rollatoren oder Lifter jährlich oder mindestens alle zwei Jahre geprüft werden, und jedes von den Bewohnern mitgebrachte Elektrogerät sei auf seine Sicherheit zu begutachten. Insgesamt gebe es mehr als drei Dutzend Prüfinstanzen, die in kurzen Abständen die Einrichtungen kontrollierten. Außerdem seien beispielsweise ein Qualitäts- und Beschwerdemanagement vorgeschrieben, müssten Expertenstandards umgesetzt werden und fordere der Landesgesetzgeber die stetige Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. All dies wirke sich neben den Personalkosten auf den Pflegesatz aus."

Altenpflege: NRW-Qualität hat ihren Preis, aus Caritas in NRW aktuell, Ausgabe 1/2013
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Gute Pflege ..., unser Beitrag vom 15.5.2012

 

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