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[11.3.2013]

Fukushima

Am 11. März 2011 erschütterte Japan eines der stärksten Erdbeben die je gemessen wurden. Der nachfolgende Tsunami verwüstete weite Bereiche der dicht besiedelten japanischen Ostküste. Das Atomkraftwerk Fukushima wurde zerstört und es wurden große Mengen Radioaktivität frei gesetzt. Auch zwei Jahre nach diesen Ereignissen ist der Alltag vieler Menschen von den Folgen der Katastrophen überschattet.

In der Altenpflege bestimmen chronische Krankheiten, Sterben und Tod in vielfältiger Weise den Alltag. Das ich den Menschen helfen kann, trotz gesundheitlicher Einschränkungen, Lebensqualität zu entdecken, ist ein Grund, warum ich den Beruf nach 20 Jahren immer noch gern ausübe.
Die meisten chronisch Kranken hadern immer wieder mit ihrem Schicksal. Multiple Sklerose, Parkinson oder Krebs ... das ist schon schwer genug zu akzeptieren. Um wie viel schwieriger wird es, wenn die Erkrankung nicht unvermeidbar war, sondern von Menschen ausgelöst wurde? Erdbeben und Tsunami, die am 11. März 2011 die japanischen Küstenregionen verwüsteten waren Naturkatastrophen. Die nachfolgende Atomkatastrophe konnte nur geschehen, weil Menschen ihrer Verantwortung nicht gerecht wurden. Die Folgen der Verstrahlung wurden dadurch verschlimmert, dass seit der Katastrophe Bürokraten von Atomindustrie und Regierung die Bevölkerung ungenügend informieren und unterstützen. Die Eltern eines Achtjährigen sagen „Aber so viel Wut, wie angebracht wäre, hat in uns drin gar nicht Platz.“So bleiben sie still.
Als Altenpfleger interessiere ich mich weniger für die Unterschiede zwischen den Maßeinheiten Becquerel und Curie, die Effektivität von Dekontaminationserfindungen, Firmenzusammenbrüche oder Staatsgarantien. Ich interessiere mich dafür, wie die Menschen, vor allem alte Menschen, nach den Katastrophen ihren Alltag bewältigen, weiter leben und weiter sterben. Nach solchen Berichten habe ich im Internet gesucht.

Heraus gekommen ist ein sechs-seitiger Text, den ich nach Aktivitäten des täglichen Lebens gegliedert habe. So ähnlich machen wir das in der Pflegedokumentation.
Gedanken zu Fukushima ... pdf-Logo


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Dieser Text von Georg Paaßen steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.