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[12.8.2013]

Über Pflegetagebücher

Das wesentliche Kriterium zur Einstufung in eine Pflegestufe ist, wie viel Zeit eine Pflegeperson für die Hilfen benötigt, die zur Grundpflege gezählt werden. Dabei wird getrennt, was zusammengehört: Saft anreichen wird berücksichtigt, Tabletten anreichen aber nicht. Die Pflegekassen verschicken häufig Pflegetagebuch-Formulare und bitten darum diese ausgefüllt zurückzusenden. Wir raten davon ab solche Pflegetagebücher zu benutzen: Pflege ist vielfältig und passt nicht in Formulare.

Formular AusrissDie Formulare, die als Pflegetagebücher von den Pflegekassen durchs Land geschickt werden, sind meistens mehr oder weniger komplexe Auflistungen der Verrichtungen, die gesetzlich zur Grundpflege zählen. Das ist weder leicht verständlich noch hilfreich. Es gibt keine Verpflichtung diese Broschüren zu benutzen. Wir raten davon ab, weil es leicht passieren kann, dass manche der nötigen Hilfen vergessen werden.

Unser Tipp:
Für die Einstufung ist vor allem wichtig, bei welchen Verrichtungen, die zur Grundpflege gezählt werden, eine Pflegeperson helfen muss. Also ist der erste Schritt, nachzulesen, was bürokratisch als "Grundpflege" definiert wurde. Über Einkäufe, putzen, bügeln und den Umgang mit Medikamenten, müssen Sie sich hier also keine Gedanken machen.
Im zweiten Schritt machen Sie eine Liste. Hier notieren Sie Stichworte zu den grundpflegerischen Hilfen, die regelmäßig nötig sind. Vergessen Sie dabei nicht die nächtlichen Pflegeleistungen. Die Haare werden häufig nur ein oder zwei mal in der Woche gewaschen. Solche nicht täglich nötigen Hilfen sollten Sie, mit einem entsprechenden Hinweis, ebenfalls auflisten.
Es ist nicht sinnvoll, gar mit einer Stoppuhr, Minute für Minute zu dokumentieren, wie lange Sie für die Hilfen bei den Verrichtungen benötigen. Mit viel Aufwand wurden für die Pflegeversicherung "Zeitkorridore" entwickelt. Daran haben sich die Gutachtenden zu halten. Im Zweifel würden Ihre mühevoll ermittelten Minutenwerte ignoriert.
Notieren sollten Sie aber, wenn "die Pflege erschwerende Faktoren" den Zeitaufwand vergrößern. Beispiele:
- Schmerzen, die Pausen nötig machen
- hohes Körpergewicht, dass die Hilfen beim Lagern im Bett erschwert
- aufwändige Erklärungen, die nötig sind, damit jemand mit Demenz selbst zum Beispiel die Zähne putzt und so seine Fähigkeiten erhält.
Ein Beispiel für so eine Liste finden Sie hier pdf Logo.

Mit solchen Notizen sind Sie auf den Besuch vom MDK gut vorbereitet.

Aufzaehlung Erläuterungen zur Bedeutung von Demenz und eingeschränkter Alltagskompetenz im System der ab 2017 gültigen Pflegegrade.

 

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