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[27.8.2013]

Laut getrommelt für die Pflege

LogoIm Bündnis für gute Pflege arbeiten viele Organisationen zusammen, um Lobbyarbeit für die Pflege zu machen. Vor der Bundestagswahl gab es mehrere medienwirksame Aktionen in verschiedenen Städten, die mit einer Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz in Berlin gekrönt wurden. Es wurde laut getrommelt für die Pflege: Mehr Hilfen für pflegende Angehörige, mehr Respekt für Pflegeprofis und eine solidarische Finanzierung für die Pflege wurden gefordert.

"Bei strahlendem Sonnenschein überreichte das Bündnis für gute Pflege am Samstag, den 20. Juli 2013, mitten auf dem Berliner Alexanderplatz die gemeinsamen Forderungen von 23 bundesweit agierenden Verbänden an die Politik ... Die zentrale Podiumsveranstaltung in der Hauptstadt bildete den Abschluss einer dreiwöchigen Reihe von regionalen, bundesweit abgestimmten Aktionen. Mit den Aktionswochen forderte das Bündnis ... maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige, bessere Unterstützungsleistungen und Anerkennung für pflegende Angehörige, attraktivere Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und um das finanzierbar zu machen: eine solidarische Finanzierung der Pflege.
Bei der Abschlussveranstaltung kamen zuerst diejenigen zu Wort, für die sich das Bündnis stark macht: Eindrucksvoll beschrieb Raimund Cichos die Hürden und Herausforderungen, die mit der Betreuung seiner demenzerkrankten Ehefrau einhergehen. Allein drei Jahre dauerte die Suche nach einer Anlaufstelle, die dem Ehepaar helfen konnte. Seine Erkenntnis 'Wir sind zu zweit und doch allein' bewegte die Gäste vor und auf der Bühne. Jana Nowotny schilderte ihre Erfahrungen als berufliche Pflegekraft. Insbesondere an Wertschätzung fehle es noch für die schwere körperliche und psychische Arbeit, die die 'Allround-Player' in der Pflege tagtäglich professionell leisteten.
Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, griff insbesondere die Situation der pflegenden Angehörigen auf: '79% der Berufstätigen zwischen 25 und 59 schätzen die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als 'nicht so gut' ein. Auch das Familienpflegezeitgesetz, das 2011 in Kraft getreten ist, hat daran nicht viel geändert, da nur wenige das Gesetz ... in Anspruch nehmen.' ... Brigitte Döcker, Vorstandsmitglied der AWO fasst zusammen: 'Wenn wir von der Würde der pflegebedürftigen Menschen sprechen, reden wir von der Erfüllung des Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist ... Pflegebedürftigkeit [darf] nicht zu Verarmung der Betroffenen und ihrer Angehörigen führen ... Wir brauchen eine solidarische und paritätische Finanzierung von Pflege.'
Abschließend ging Hannelore Buls, Vorsitzende Deutscher Frauenrat e. V. auf die tragende Rolle der Frauen in der Pflege ein. In Deutschland sind alle Frauen – viel mehr als Männer – von Pflege persönlich betroffen. Frauen pflegen zu Hause, sie stellen die Mehrheit bei den beruflich Pflegenden und Hausangestellten, sie sind Arbeitgeberinnen und sie sind auch diejenigen, die die professionellen Dienste ambulant und stationär in Anspruch nehmen. Für die breite Akzeptanz irregulärer Beschäftigung in der Pflege sorgen vor allem die verschränkten Notlagen der Beteiligten. Auch davon sind Frauen besonders benachteiligt."

 

Laut getrommelt für die Pflege, Text von der Startseite www.buendnis-fuer-gute-pflege.de. Dort stehen viele Texte, Fotos und Videos zur Verfügung.
Angehörige sind der "größte Pflegedienst der Nation"!, unser Beitrag vom 4.5.2013.
Demo in Berlin, unser Beitrag zur Großveranstaltung mit ca. 135000 Menschen vor dem Brandenburger Tor (26.9.2008).

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