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[10.2.2014]

Pflege ohne Grossfamilie

In den 1960er und 70ern kamen zahlreiche Menschen, vor allem aus Südeuropa, nach Deutschland, um hier Geld zu verdienen. Seit langem ist klar, dass viele von Ihnen hier Wurzeln geschlagen haben. Sie möchten auch den Ruhestand in der neuen Heimat verleben. Über Jahre sind sie kaum in der professionellen Altenpflege sichtbar gewesen, weil nötige pflegerische Hilfe von Familienangehörigen geleistet wurde. Für immer mehr Menschen ist das so nicht mehr möglich ... womit sich auch wissenschaftlich beschäftigt wird. Am 20. März gibt es eine Fachtagung in Bremen.

• "Das Leben in der Großfamilie ist das gängige Familienmodell vieler Menschen mit Migrationshintergrund."
• Auch über die Kernfamilie hinaus werden Alltagssorgen geteilt und gegenseitig Hilfe geleistet.
• "Ältere Familienmitglieder genießen großen Respekt und die Betreuung Pflegebedürftiger durch die Familie ist eine Selbstverständlichkeit.
Doch lassen sich diese Vorannahmen auch bestätigen? Gibt es die funktionierende Großfamilie, die gemeinsam die Erziehung der Kinder sowie die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder problemlos schultert? Wie müssen Angebote zur Unterstützung und Entlastung für diese Zielgruppe aussehen?"
Das Land Bremen veranstaltet am 20. März 2014 eine Fachtagung zu diesen Fragen. "Dr. Liane Schenk wird die Ergebnisse einer qualitativen Studie zu den Vorstellungen von Menschen mit Migrationshintergund zu den Themen Altern, Pflege und pflegerische Versorgung präsentieren. Zwei weitere Referate schildern anhand von Erfahrungen aus der Praxis die Erreichbarkeit und Bedarfe von älteren Migrantinnen und Migranten sowie deren Angehörigen und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf. Zudem werden die Ergebnisse eines Interviews mit einer Gruppe pflegender Angehöriger mit türkischem Hintergrund vorgestellt, das speziell für die Veranstaltung durchgeführt wurde.
In der abschließenden Podiumsdiskussion kommen Vertreterinnen und Vertreter der professionellen Pflege, des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der pflegenden Angehörigen sowie der Wissenschaft zu Wort. Hier hoffen die Veranstalterinnen und Veranstalter auf rege Beteiligung des Publikums.
Die Fachveranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenselbstorganisationen, Migrationsdiensten, Pflegeanbietern, Beratungseinrichtungen, Politik und Verwaltung, Selbsthilfe- und Wohlfahrtsorganisationen sowie Interessierte."

Dass die Klischees über die Segnungen der Großfamilie nicht halten was sie versprechen, wurde in einer Studie des Max-Planck-Instituts gezeigt:
"Alt und allein in der Fremde. Türkische Senioren fühlen sich in Deutschland meist einsamer als ältere Menschen, die hier geboren sind."
Hätten Sie gedacht, dass sich nachweisen lässt, dass das Gefühl von Einsamkeit eher mit materiellen Faktoren zusammenhängt, als mit der Familiensituation?
Downloadseite: www.demografische-forschung.org

 

Einladung pdf Logo zur Fachtagung: Pflegende Angehörige mit Migrationshintergrund. Situation, Bedarfe, Ressourcen und Unterstützung
20. März 2014, in der Volkshochschule Bremen.

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