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[27.6.2014]

Zahlen zum Fachkräftemangel

Wird über die Zukunft der Pflege diskutiert, geht es meist auch um Personalmangel. Woher sollen die Pflegeprofis kommen, die nötig sind, um 2020, 2030 ... Kranke und Behinderte angemessen zu versorgen. Seit vielen Jahren sind sich die Lobbyisten uneins: Zehntausende Pflegefachkräfte fehlen schon heute, aber wie viele genau? Wie groß ist der Pflegebedarf in zwei Jahrzehnten, wenn es weniger pflegende Angehörige geben wird? Wie viele BerufseinsteigerInnen werden sich in Zukunft für Pflegeberufe finden lassen? In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung eine Befragung dazu in Auftrag gegeben und der Bundesverband Pflegeberufe kommentiert die Ergebnisse.

"Zum Fachkräftebedarf in Mecklenburg-Vorpommern gaben 27,0 Prozent der Arbeitgeber in ambulanten Diensten an, bereits einen Mangel zu haben. An erster Stelle der Ursachen für die Rekrutierungsprobleme sehen die Arbeitgeber die geringe Attraktivität der Pflegeberufe." Anja Kistler vom Bundesverband Pflegeberufe (DBfK), "kommentiert: 'Die erhobenen Zahlen zeigen, wie dringend die Ausbildungsreform auf Bundesebene vorangetrieben werden muss. Im ambulanten Bereich wird am wenigsten ausgebildet.'...
Das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH) stellte am 25.06.2014 ausgewählte Ergebnisse der Befragung der Pflegenden in Mecklenburg-Vorpommern vor. Sie wurde im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales im Zeitraum 27.02.-15.05.2014 durchgeführt und beinhaltete eine Befragung der Arbeitgeber und einen Onlinefragebogen für Beschäftigte in der Pflege.
Das schlechte Image der Pflegeberufe zeigt sich daran, dass über 60 Prozent der Beschäftigten der Aussage zustimmten: Die Meinung 'pflegen kann jeder' senkt die Attraktivität der Pflegeberufe. Nur 33 Prozent der Beschäftigten sehen ihre berufliche Zukunft eindeutig in der Pflege. 'Das muss doch alle Alarmglocken schrillen lassen!', so Kistler.
In der Diskussion der Zahlen unterstrichen mehrere Teilnehmende, dass die inhaltlichen Gestaltungsspielräume im Beruf deutlich zu gering ausfallen und grundsätzliche Veränderungen der Berufsausübung notwendig sind. Reine Imagekampagnen laufen ins Leere.
In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten 34,9 Prozent der Beschäftigten in der Pflege tarifgebunden. 37,3 Prozent der Befragten kreuzten beim Verdienst 'tariforientiert' an und bei 27,8 Prozent trifft beides nicht zu."

 

Erste Zahlen aus der Befragung der Pflegenden in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt, Pressemitteilung des DBfK vom 26. Juni 2014.
Immer mehr Menschen leben in Single Haushalten: Allein, pflegebedürftig, arm, unser Beitrag vom 20. Mai 2014
Zum Geburtstag des Opas nach Thailand? Unser Beitrag zum Thema Billige Altenpflege, vom 7. November 2012.
Hohe Krankenquote der Pflegefachkräfte durch enorme Belastung im Beruf, Pressemitteilung des DBfK vom 29. Juli 2010.

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