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[31.7.2014]

Förderung für Pflege

Sehr viele Pflegebedürftige, die zu Hause leben, sind auf Unterstützung von Familienmitgliedern, Nachbarn oder Bekannten angewiesen. Das wurde auch von der Politik erkannt. So folgten vielen Sonntagsreden fast ebenso zahlreiche Projekte zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Pflege. Der Deutsche Verein hat die Programme, der verschiedenen Bundesländer in einer Studie zusammen gestellt.

"Mit der Zahl der Pflegebedürftigen steigt sowohl der Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften als auch der Bedarf an Menschen, die ehrenamtlich in der Pflege tätig sind." Dieser Satz aus einer Presseerklärung des Jahres 2009 trifft auch 2014 noch zu. Seit dem wurden im Rahmen der Pflegeversicherung, durch Bundesländer und auch von manchen Kommunen viele Förderprogramme aufgelegt. Das ist weniger ein bunter Strauß als mehr ein wuchernder Wildwuchs.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV) hat eine Länderbefragung zum bürgerschaftlichen Engagement im Umfeld von Pflege durchgeführt. Die daraus entstandene "Übersicht der einzelnen Aktivitäten pflegeflankierender Angebote in den Bundesländern" hat mehr als 170 Seiten.
Es ist zu lesen, dass es in Baden-Württemberg ein Modellvorhaben "Landesweite Beratungs- und Vermittlungsagentur für Angebote nach § 45 c SGB XI" der Evangelische Hochschule Ludwigsburg gibt. Bayern bietet Berichte über verschiedene Modellprojekte der letzten Jahre zum Thema ambulante Demenzbetreuung an. In Berlin wird eine Dankeschön-Kultur unterstützt. Die Koordinierungsstelle zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote in Trägerschaft der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg wird aus öffentlichen Mitteln finanziert. Bremen fördert die Selbsthilfekontaktstelle Zentrum für Migranten und interkulturelle Studien (ZIS) nach § 45 d SGB XI. Hamburg steuert Geld zur wissenschaftlichen Begleitung der Landesinitiative Leben mit Demenz bei. In Hessen gab es im Rahmen des ersten Modellprojektes nach § 45 d SGB XI: 10 neue Standorte Pflegebegleiter, kleine Budgets zur Qualifizierung der Initiatorinnen und Initiatoren. In Mecklenburg-Vorpommern können für ehrenamtliche Betreuerinnen / Betreuer im Rahmen des Betreuungsrechts jährlich je Betreuungsfall pauschal 323 € anerkannt werden. Niedersachsen betreibt die Plattform www.niedrigschwellige-betreuungsangebote-nds.de. Die Landesregierung NRW entwickelt zurzeit einen Alten- und Pflegeförderplan. In Rheinland-Pfalz werden insgesamt 113 niedrigschwellige Betreuungsangebote gefördert, davon 50 Betreuungsgruppen, 41 Helferinnen- und Helferkreise und 22 Tagesbetreuungen. Es soll eine internetgestützte Pflege-Plattform Saarland aufgebaut werden. Im Rahmen der Förderrichtlinie Wir für Sachsen können ehrenamtlich Tätige unter bestimmten Voraussetzungen eine pauschale monatliche Aufwandsentschädigung von bis zu 40 € erhalten. Betreuungsangebote für Demenzkranke und familienentlastende Dienste in Sachsen-Anhalt werden auf einer Landkarte im Internet gezeigt. Wer als Interessenvertretung in einem Altenheim in Schleswig-Holstein aktiv ist, kann auf ein flächendeckendes Angebot von geschulten ehrenamtlichen Beratern und Beraterinnen (www.lag-heimmitwirkung.de) zugreifen. Das Netzwerk Pflegebegleiter in Thüringen wird als Modellprojekt gefördert.

Falls Sie ehrenamtlich tätig sind, falls Sie eine Initiative mit pflegenden Angehörigen auf den Weg bringen möchten: Diese Studie enthält viele Anregungen und Links. Für die einzelnen Bundesländer werden wohl nur selten an anderer Stelle so umfangreiche Listen mit Fördermaßnahmen zu finden sein.

 

Wie wollen wir morgen leben?, unser Beitrag zur Jahrestagung der BAGSO vom 22. Okober 2016.
Bürgerschaftliches Engagement im Umfeld von Pflege, Artikel auf www.deutscher-verein.de.
Ehrenamt in der Pflege ist eine Bereicherung für alle, Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 17. September 2009.
Ehrenamtliche Hilfe - eine Verschnaufpause für Angehörige, Artikel auf www.wegweiser-demenz.de des Bundesministeriums für Senioren.
Alter(n) ist vielfältig!, unser Beitrag über Engagement von Senior*innen in Essen (8. Juni 2015).
Unser Beitrag: Ehrensache, zu ehrenamtlichem Engagement in der Pflege (11. Mai 2009).
Ehrenamtliches Engagement, unser Beitrag zur Themenseite des Forums Seniorenarbeit (28. November 2007).

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