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[10. Oktober 2014]

Überlastung in der Pflege

Seit Jahren wird bei knappen Kassen in der Gesundheitswirtschaft wieder und wieder entschieden, Geld, folglich Personalkosten, bei der Pflege zu kürzen. Wer noch Gehalt bekommt, bekommt also immer mehr Stress. Der Berufsverband Pflegeberufe (DBfK) dokumentiert seit Jahren die gesundheitlichen Folgen und fordert Verbesserungen.

Zum weltweiten Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf die seit Jahren steigende Zahl psychischer Erkrankungen unter beruflich Pflegenden hin. "'Kontinuierliche Überbelastung, Zeitdruck und hohe Arbeitsdichte fordern inzwischen ihren Tribut. Arbeitsunfähigkeit aufgrund berufsbedingter psychischer Erkrankungen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Auffällig im Branchenvergleich sind dabei hohe Zuwachsraten bei Depressionen, riskantem Suchtmittelgebrauch, Erschöpfungszuständen bis hin zum Ausbrennen und stressbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen. Hier hat man auf Kosten der Mitarbeiter gespart', sagt DBfK-Referentin Johanna Knüppel. 'Das Problem ist seit langem bekannt, viele Untersuchungen belegen den direkten Zusammenhang zwischen chronischer Arbeitsüberlastung und dem Entstehen psychischer Erkrankungen. Sie dauern zudem häufig sehr lange und nicht immer können solche Kolleginnen und Kollegen später wieder in den beruflichen Alltag zurückkehren. Wo bleiben da die Fürsorgepflicht und die Verantwortung des Arbeitgebers? Die Gesundheit von Mitarbeitern sollte in den Unternehmen hohe Priorität haben, gerade in Dienstleistungsbereichen wie der Pflege. Gut qualifiziertes, gesundes und motiviertes Pflegepersonal ist schließlich deren wichtigstes Betriebskapital', so die Referentin weiter.
Der DBfK fordert seit langem mehr qualifiziertes Pflegepersonal in Krankenhäusern, Heimen und der ambulanten Pflege. Das hohe Arbeitsaufkommen muss auf mehr Schultern verteilt werden, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz müssen wieder gelten bzw. durchgesetzt werden. Angesichts des steigenden Bedarfs an professioneller Pflege ist alles daranzusetzen, beruflich Pflegende so lange und so gesund wie nur irgend möglich in ihrem Beruf zu halten. Sonst wird der bereits jetzt bestehende Pflegefachpersonenmangel gigantische Ausmaße annehmen."

 

Zentrales Unternehmensziel: Mitarbeitergesundheit, Pressemitteilung des DBfK vom 9. Oktober 2014.
Zu viel Stress in Pflegeberufen – Politik ignoriert Verantwortung, unser Beitrag vom 31. Januar 2013.

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