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[2. Dezember 2014]

Mehr Altenpflege - weniger Schreibarbeit

DPR LogoDer Deutsche Pflegerat (DPR) freut sich auf einen Motivationsschub für Pflegende, ausgelöst durch neue Regelungen für eine vereinfachte Pflegedokumentation in der Altenpflege, die in Berlin auf den Weg gebracht wurden. Der Pflegebeauftragte Karl-Josef Laumann (CDU) strebt an, dieses Projekt innerhalb von 18 Monaten in 25 Prozent aller Pflegeeinrichtungen umzusetzen.

„Durch die neue Art der Pflegedokumentation werden professionell Pflegende wieder in die Lage versetzt, selbst über einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit zu entscheiden. Franz Wagner, Vize-Präsident des DPR, ruft zur zügigen Umsetzung des Projektes ’Praktische Anwendung des Strukturmodells – Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation‘ auf. Viel zu lange standen interne und externe Strukturvorgaben und nicht inhaltliche Fragen zur Pflegedokumentation im Mittelpunkt der Dokumentationsarbeit der professionell Pflegenden, betont Wagner. Das habe zu Frust und häufig zur Resignation geführt. ’Damit ist jetzt Schluss.‘ Künftig stünden wieder das Know-how der Pflegenden sowie die Patientinnen und Patienten und deren Bedürfnisse im Mittelpunkt.
’Das daraus gewonnene neue Selbstverständnis der professionell Pflegenden wird zu einem Motivationsschub für die Pflege führen‘, ergänzt DPR-Präsidiumsmitglied Thomas Meißner. Qualitätseinbußen durch die neue Pflegedokumentation erwartet er nicht. Die sich aus der neuen Art der Pflegedokumentation ergebende Qualität der Pflege werde hoch bleiben. Meißner rät, Schritt für Schritt vorzugehen und sich jetzt von den alten Gewohnheiten zu trennen. Mit im Boot müsse dabei auch die Pflegewissenschaft sitzen, die nach wie vor in der Pflicht stehe, die Pflege praxisorientiert weiterzuentwickeln.
Der Pflegebevollmächtigte und Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Karl-Josef Laumann treibt das Projekt zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation, das die Bundesregierung ja initiiert hat, mit großer Energie voran. Sein Ziel: ’In den nächsten 18 Monaten müssen wir es schaffen, dass 25 Prozent aller Pflegeeinrichtungen das Projekt umsetzen‘. Keine Zweifel habe er, dass alle Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) die neue Pflegedokumentation wollen. Dort sei man sich einig, dass die in der neuen Dokumentation enthaltenen Informationen ausreichen, um die Qualitätsprüfungen durchzuführen. Ohne Abstriche könne mit der neuen Pflegedokumentation die Pflege und Betreuung sichergestellt werden.
Neben Handlungsanweisungen zur Anwendung der neuen Pflegedokumentation begleitet ein Projektbüro die Implementierungsphase. In jedem Bundesland soll es einen Ansprechpartner geben. Große Verantwortung hätten dabei die Verbände, betont Laumann: ’Es liegt an uns, es besser zu machen. Entweder kriegen wir es jetzt hin oder wir hören auf, über die Bürokratie der Dokumentation zu schimpfen‘.
Eine weitere Frage beschäftigt Laumann: ’Wenn die Stimmung in der Pflege so schlecht bleibt, wo bekommen wir dann die Pflegekräfte her?‘ Die Pflege, so Laumann weiter, werde nie die attraktivsten Arbeitszeiten haben. Ein Dorn im Auge sind ihm dabei die hohe Anzahl an Teilzeitverträgen in der Pflege. Dieses Thema soll jetzt in einer Studie untersucht werden. Gleiches gelte für die Bezahlung in der Pflege.“

 

Thomas Meißner, Mitglied des Präsidiums im Dezember Newsletter pdf Logo des DPR.
Mehr zum Thema Entbürokratisierung in unserem Blog zum Jahr der Pflege 2011.

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