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[1. Mai 2015]

Manifest zum 1. Mai

Der 1. Mai wird im Kalender als Tag der Arbeit gekennzeichnet. Der DBfK veröffentlicht Ende April sein Manifest der Pflegeberufe. So wird der 1. Mai 2015 zu einem Tag der Pflegearbeit - irgendwie. Wir unterstützen diese Initiative gern und grüßen alle, die am 1. Mai Pflegebedürftige unterstützen.

Kampagnenmotiv © DBfK„Der Bedarf an professioneller Pflege steigt. Grund dafür ist unter anderem der demografische Wandel in der Bevölkerung mit immer mehr alten und hochaltrigen Menschen. Aber auch die Zahl derer mit chronischen Krankheiten nimmt zu – in der Kombination eine gewaltige Herausforderung für das Gesundheitssystem. Schon jetzt gehören die Pflegeberufe zu den Engpassberufen – längst nicht für jede freie Stelle finden sich adäquate Bewerberinnen und Bewerber. Das liegt nicht zuletzt daran, dass beruflich Pflegende in den vergangenen Jahren von der Politik und von vielen Arbeitgebern schlecht behandelt worden sind: mit schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung.
Der Deutsche Berufsverband Pflegeberufe (DBfK) weist seit Jahren immer wieder und sehr deutlich auf diese dramatische Entwicklung hin. Lange hat es gedauert, bis die Bundesregierung Pflege auf ihre Agenda setzte – wichtige Jahre wurden so verpasst. Erst allmählich wird den Verantwortlichen in Politik und im Arbeitgeberlager die Brisanz der Probleme bewusst – von echten Lösungsansätzen ist man allerdings noch weit entfernt. Die Zeit drängt aber, die beruflich Pflegenden brauchen jetzt eine spürbare Verbesserung ihrer Lage, sonst ist der Exodus aus den Pflegeberufen nicht mehr aufzuhalten.
So entstand die Idee eines Manifests, dessen Absicht es ist, deutlich zum Ausdruck zu bringen, was Pflegende tun und leisten – und was sie deshalb in ihrem Beruf erwarten und voraussetzen.

Pflege geht jeden an. Vom Neugeborenen­zimmer bis zum Hospiz – in allen Phasen des Lebens gibt es Zeiten, in denen Menschen pflegerische Unterstützung brauchen. Und genauso vielfältig wie der pflegerische Versorgungsbedarf sind die Arbeitsfelder derjenigen, die Pflege als berufliche Dienstleistung erbringen. Ihre Zahl ist groß – knapp 900.000 Frauen und Männer mit mindestens dreijähriger pflegerischer Ausbildung sind derzeit im Pflegeberuf tätig, dazu viele Tausende mit Assistenz- und Helferqualifikation.
Professionell Pflegende gehen in die Häuser, um pflegebedürftige Menschen in deren Wohnung zu unterstützen, sie sorgen auf Palliativstationen für ein schmerz- und angstfreies Lebensende in Würde, sie bringen umfangreiches Spezial- und Erfahrungswissen ein, damit Schwerstkranke oder kleinste Frühgeborene auf Intensivstationen überleben können. Pflegefachpersonen müssen sich in ihrem beruflichen Alltag immer neuen Anforderungen stellen: sie behandeln, entscheiden, hören zu und beraten, gestalten den Alltag und koordinieren. In ihrem Beruf sind sie rund um die Uhr zentrale Ansprechpartner.“

 

Manifest der Pflegeberufe, Aktionsseiten des DBfK.
Wenn Sie einen Eindruck davon gewinnen möchten, wie wenig öffentliche Einrichtungen und Politik für professionelle Pflege bewegen, bietet sich unser Blog an. 2011 wurde von damaligen Gesundheitsminister lautstark zum Jahr der Pflege erklärt. Wir haben die öffentliche Debatte dazu auf den Internetseiten www.pflegepolitik.wordpress.com dokumentiert. Fast keines der Probleme, die 2011 diskutiert wurden, ist heute einer Lösung näher.

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