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[12. Februar 2016]

Wir werden euch nicht retten können

Am 11. März 2011 führten Erdbeben und Tsunami zum Atomunfall in Fukushima, der größer war, als irgendwer je angenommen hätte. Auch fünf Jahre nach der Katastrophe ist eigentlich nichts normal in der Region um das zerstörte Kernkraftwerk.

Die Menge, der in Fukushima freigesetzten Strahlung, ist kaum abzuschätzen. Auch die Atomruine strahlt weiter. Die Chefin der WHO bestätigte ganz offiziell, das es keine ungefährlichen Niedrigwerte radioaktiver Strahlung gibt. Und so muss die Medizin eingestehen: Wir werden euch nicht retten können, denn es gibt kein Mittel gegen radioaktive Strahlung.
Ein Beispiel: Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima bestätigen einen deutlichen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Es mussten bereits über Hundert Kinder wegen metastasierten oder stark wachsenden Krebsgeschwüren in ihren Schilddrüsen operiert werden.

  5 Jahre Fukushima
30 Jahre Tschernobyl

Zu diesen Jahrestagen sind vielfältige Aktionen geplant. Die IPPNW lädt zum Internationalen IPPNW-Kongress nach Berlin ein:
5 Jahre Leben mit Fukushima - 30 Jahre Leben mit Tschernobyl
Viele Aktionen der Anti-Atombewegung werden von .ausgestrahlt koordiniert. Zum Portal Jahrestage

Inferno pdf logo, B. Hontschiks Kolumne in der FR vom 18. März 2011.
Besorgniserregende Zahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle in Fukushima, Pressemitteilung der IPPNW vom 10. September 2015.
Katastrophenhilfe, unser Beitrag vom 1. Juni 2011.
Mehr lesen ...
- Die Sendung Politikum (WDR5) berichtet seit Jahren im Millisievert der Woche immer wieder über die Folgen der Katastrophe.
- Eine Suche nach „Fukushima“ beim online-Verlag www.plos.org zeigt über 1500 wissenschaftliche Artikel.
- Als Altenpfleger interessiere ich mich weniger für die Unterschiede zwischen den Maßeinheiten Becquerel und Curie, die Effektivität von Dekontaminationserfindungen, Firmenzusammenbrüche oder Staatsgarantien. Ich interessiere mich dafür, wie die Menschen, vor allem alte Menschen, nach den Katastrophen ihren Alltag bewältigen, weiter leben und weiter sterben: Gedanken zu Fukushima pdf logo (11. März 2013).


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[582. Nachricht aus der Pflege]

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