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[23. Februar 2016]

Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung begleiten

Demenz ist eine Krankheit. Down-Syndrom eine Behinderung. Auch geistig Behinderte, die in die Jahre kommen, können an Demenz erkranken. Dazu wurde vom Netzwerk NRW Demenz und geistige Behinderung die Handreichung: Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung begleiten erarbeitet. NRW-Ministerin Babara Steffens freut sich über diesen praxisbezogenen Beitrag: „Wir brauchen solche Anstöße“.

Die Lebenserwartung steigt. Das gilt auch für Menschen, „die mit geistiger Behinderung leben. Dies mag ebenso dem medizinischen Fortschritt, aber auch den gut entwickelten Betreuungsmöglichkeiten zu verdanken sein. Dennoch stellt diese Entwicklung sowohl Fachkräfte aus der Behindertenhilfe als auch aus der Altenhilfe vor völlig neue Herausforderungen. Durch die Euthanasieprogramme der Nationalsozialisten hatten Menschen mit Behinderungen im Zweiten Weltkrieg kaum Möglichkeiten, zu überleben und demzufolge alt zu werden. Das heißt, erst die Nachkriegsgeneration der Menschen mit geistigen Behinderungen erreicht ein hohes Lebensalter, in welchem das Risiko für die Entwicklung altersassoziierter Krankheiten, insbesondere Demenz, ausgesprochen hoch ist.
Diese Entwicklung stellt Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe, Angehörige und Pflegende sowohl in ambulanten Pflegediensten als auch in stationären Altenhilfeeinrichtungen vor große Herausforderungen. In diesem Zusammenhang können folgende Fragen auftreten:
• Wie erkenne ich, dass eine Bewohnerin/ein Bewohner mit geistiger Behinderung eine Demenz entwickelt?
• Können die Menschen in ihrer bisherigen Wohnform verbleiben oder ist ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung notwendig? Können die Erkrankten dann in herkömmliche Altenheime eingegliedert werden?
• Wie können Fachkräfte aus der Behindertenhilfe mit einer zunehmend älter werdenden Klientel gut umgehen? Welches Wissen – auch pflegerischer Natur – benötigen sie? ...
Zusätzlich erschwert wird die interdisziplinäre Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz auch strukturell, da Heilerziehungspfleger*innen in der Pflege nicht als Fachkräfte anerkannt sind. Die vorgeschriebene Fachkraftquote in Pflegeeinrichtungen erschwert damit den Einsatz sowie eine adäquate Bezahlung dieser Berufsgruppe“ in Altenheimen.

Die Landesinitiative Demenz-Service NRW hat diesem Thema eine Broschüre gewidmet. 76 Seiten, die auch zum Download zur Verfügung stehen:

Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung begleiten, Pressemitteilung der Landesinitiative Demenz-Service NRW mit Link zur pdf-Datei (12. Januar 2016).


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