Nachrichten aus der Pflege

AUTO und VERKEHR - Das ist eine Rubrik, die in jeder Zeitung und wohl auch in jedem Sender vertreten ist. Wir können uns darauf verlassen, dass sich die Redaktionen Mühe geben umfassend alles Wichtige zu berichten. Kennen Sie eine Publikation mit der Rubrik PFLEGE? So ist die Bevölkerung über die Modellpolitik des VW Konzerns oder die Verspätungen bei der Bahn besser informiert, als über Leistungen der Pflegeversicherung, Qualitätssicherung in Altenheimen oder Patientenrechte im Krankenhaus. Seit 2003 bringt diese Nachrichtenübersicht ein wenig Licht ins Dunkel.

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Aufzaehlung Zeugnis für die Pflegenoten

[28.7.2010]
Dass die Pflegenoten nicht auf Anhieb der große Wurf sein könnten, war allen Beteiligten klar. Da lag es nah schon die Einführung des neuen Bewertungssystems für Pflegeeinrichtungen wissenschaftlich auswerten zu lassen. Der Bericht der Professorinnen ist über 300 Seiten lang geworden. Es werden vielerlei Verbesserungen angemahnt und auch manche Zweifel genährt: sind die geprüften Inhalte überhaupt für die Lebensqualität von Pflegebedürftigen relevant? Durch den Bericht zieht sich aber auch die Empfehlung den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen: Angehörige wie PatientInnen fänden viel Nützliches in den Transparenzberichten.
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Aufzaehlung Mindestlohn in der Pflege

[16.7.2010]
Nach sehr zeitraubenden Verhandlungen ist es gelungen den Mindestlohn in der Pflege in die Tat umzusetzen. Die meisten Fachkräfte mit drei jähriger Ausbildung werden weder im Osten noch im Westen (7,50/8,50 Euro pro Stunde) viel darüber nachdenken. Viele Hilfskräfte werden aber seit Jahren zu deutlich schlechteren Konditionen eingestellt und können ab 1. August 2010 von der neuen Regelung profitieren. Pflegekräfte die weniger Geldsorgen haben können hoffentlich mehr Energie für die Unterstützung die Pflegebedürftigen einsetzen.
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Aufzaehlung Viel trinken!

[12.7.2010]
ein WasserglasIm Jahr 2003 lag Europa mehrere Wochen lang unter einer Hitzeglocke. Immer wieder ist zu lesen, dass Hitze die Gesundheit gefährdet. In Rheinland Pfalz weiß man es genauer: in den Monaten Juli und August 2003 starben etwa rund 1000 Senioren (ab 75 Jahre) mehr als in den Vergleichsmonaten der vergangenen fünf Jahre. Kein Lebensmittel- oder Tablettenskandal der letzten Jahrzehnte und weder Vogel- noch Schweinegrippe waren ähnlich tödlich. Es gibt Rettung: Trinken.
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Aufzaehlung Pflege ist kein Partyservice

[9.7.2010]
Es gibt sie, Buffets auf denen alles stimmt: Das Obst frisch, die Speisen wohltemperiert, die Dekoration hübsch und von allem ist genug vorhanden - und wenn der Preis passt wird, der Partyservice auch gern weiter empfohlen. Welker Salat, wässrige Kartoffeln und warmer Sekt - das führt schnell zu Ärger, obwohl das mit dem verpatzten Buffet ja kein Beinbruch ist. Eben. Menschen, die alltägliche Verrichtungen nicht ohne Unterstützung bewältigen können, haben es viel schwerer Mängel in der Pflege zu erkennen und ihre Interessen durchzusetzen. Das gilt bei Pflegebedarf auf Zeit wie nach einem Beinbruch, und ist bei chronisch Pflegebedürftigen noch viel komplizierter. Um die Pflegebedürftigen zu unterstützen, können Ombudsleute helfen.
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Aufzaehlung Gemeinsam leben - mit Demenz

[28.6.2010]
Unter dem Motto "Gemeinschaft leben" lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft vom 7. bis 9. Oktober nach Braunschweig ein. Der Kongress wendet sich an Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten. Das vorläufige Kongressprogramm kann jetzt im Internet nachgelesen werden - bis zum 31.8.2010 gilt ein Frühbucher Rabatt.
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Aufzaehlung Streit um Pflegenoten

[17.6.2010]
Im August 2008 wurde die vorerst letzte Runde der Pflegereformen wirksam. Seit dem wird an "Pflegetransparenzberichten" gearbeitet. Das ist mindestens so sperrig wie der Titel. Die Pflegenoten sind ein Teil dieser Arbeit und die Auseinandersetzungen darum werden in Einrichtungen, Verbänden, vor Gerichten und in den Medien seit Monaten geführt. Jetzt werfen sich Trägerverbände und gesetzliche Versicherungen gegenseitig Verweigerung vor.
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Aufzaehlung Pflege - mobil

[9.6.2010]
Im Jahr 2007 fuhren AktivistInnen unter der Überschrift "Pflege bewegt Deutschland" von Nord nach Süd durch die Republik. Nach der breiten und sehr positiven Resonanz auf diese Aktion gibt es nun zur Kulturhauptstadt Ruhr eine kleine Neuauflage. Das Pflegemobil des DBfK macht eine Tour durchs Ruhrgebiet, um aktuelle Fragen zur Situation der Pflege in die Gesellschaft zu tragen.
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Aufzaehlung Gesundheit in Gaza

[3.6.2010]
Seit 2007 ist im Gaza Streifen das Überleben noch schwieriger geworden. Die Konfrontationen zwischen Hamas und dem Staat Israel haben dazu geführt, dass die gesamte Bevölkerung hinter einem Wall aus Handels-, Reise- und Informationsschranken leben muss. Dies hat gravierende Folgen für die Gesundheit. In Einzelfällen ist der Zusammenhang zwischen einem Todesfall und der Blockade eindeutig, über eine Millionen Menschen leiden jedoch unter den indirekten Konsequenzen. UN Organisationen und in Deutschland zum Beispiel Pax Christi und IPPNW protestieren seit Jahren gegen die Zustände.
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Aufzaehlung Die Pflege im Fieber

[26.5.2010]
Pflegenotstand heißt, dass die Gesundheit von PatientInnen in Gefahr ist. Pflegenotstand heißt, dass Pflegende von der Arbeit krank werden. Pflegenotstand heißt, dass kaum Aussichten bestehen genug Menschen für die Arbeit in der Pflege zu begeistern, um den Bedarf zu decken. Über viele Jahre verhallen die Warnrufe der Berufsverbände der Pflege ungehört. Die Lage wird immer weiter verschärft. Das Pflegethermometer 2009 belegt einmal mehr mit wissenschaftlicher Gründlichkeit, dass vor Jahren hätte gehandelt werden müssen.
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Aufzaehlung Pflegebranche unterschreibt ihre eigene Bankrotterklärung

[18.5.2010]
Seit mindestens 20 Jahren wird mit zunehmender Häufigkeit in der Öffentlichkeit über Personalmangel in der Pflege geklagt. Man ist sich einig, dass einerseits mehr und mehr professionelle Pflegeleistungen nötig werden und andererseits eher weniger Menschen den Pflegeberuf wählen. Ulrich Marseille hat dem eine neue Variante hinzugefügt. Er forderte von der Arbeitsagentur mehr Hartz IV-EmpfängerInnen für seine "Marseille Kliniken AG".
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Aufzaehlung Global Generation
Erfahrungen nach dem Krieg

[8.5.2010]
Möchten Sie mal über den Tellerrand blicken? Der Welfriedensdienst macht zusammen mit verschiedenen Partnern ein Angebot für Menschen, die neugierig sind und die 50 überschritten haben:
Im Projekt "Global Generation" wird gefragt, wie sich Erlebnisse von EuropäerInnen von den Erfahrungen unterscheiden, die Menschen im südlichen Afrika mit Krieg machen mussten. In fünf Workshops wird die Gelegenheit geboten, globale Zusammenhänge mit der eigenen Biografie zu verbinden und Anknüpfungspunkte zu den Erfahrungen von Menschen zu finden, die in Österreich, Ungarn und Südafrika leben.
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Aufzaehlung Geburtstagswunsch: Hebamme

[5.5.2010]
Logo zur ProtestaktionDurch die jahrelange Vernachlässigung der Gebührenanpassung ist die Existenz freiberuflich arbeitender Hebammen bedroht. Viele sehen sich zum Aufgeben gezwungen. So gerät die wohnortnahe Versorgung der Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Gefahr. Auch im Krankenhaus hat sich die Situation für Hebammen nicht verbessert. Immer noch müssen Hebammen mehrere Schwangere im Kreißsaal gleichzeitig betreuen.
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Aufzaehlung Pflege mit dem Telefon

[30.4.2010]
Es gibt viele Menschen, die nur mit Schwierigkeiten das Haus verlassen können aber trotzdem gern weiter allein in ihrer Wohnung leben möchten. Hausnotrufsysteme sind für Notfälle gedacht. Doch Notfälle sind - hoffentlich! - selten. Über alltägliche Sorgen zu Gesundheit und Pflege können versuchsweise Menschen in Bad Oeynhausen am Telefon sprechen. Sie werden täglich angerufen, um so für Sicherheit zu sorgen.
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Aufzaehlung NRW: Pflegende wählen auch

[25.4.2010]
Der Pflegerat NRW hat den Landtagsparteien Wahlprüfsteine vorgelegt. Dabei interessiert die Landesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen, welche Wege die Politik in den nächsten fünf Jahren gehen möchte, um in der Zukunft eine angemessene Pflege gewährleisten zu können. Fragen der Berufsbildung und Ausbildung werden genauso gestellt wie zur Zukunft der Pflegestützpunkte und zur Umsetzung des Pflege-TÜVs. Die Erfahrungen zum Wohn- und Teilhabegesetz Nordrhein-Westfalen sollen genauso bewertet werden wie Strategien zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Die Ergebnisse der Wahlprüfsteine werden am 27. April 2020 in Düsseldorf mit den gesundheitspolitischen Sprechern der Parteien diskutiert. Es moderiert Manfred Breuckmann.
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Aufzaehlung Schaffen Pflegenoten Transparenz?

[19.4.2010]
Logo www.diakonie-rwl.deDie Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe hat grundsätzliche Kritik am bestehenden Prüfsystem. Die eigentlichen Ziele, Verbraucherschutz und Vergleichbarkeit der Pflegeleistungen, würden nicht erreicht. Das System sei bürokratisch, aufwendig und teuer. "Pflegenoten beurteilen, wie gut die Arbeit dokumentiert wird, nicht, wie gut die Arbeit der Pflegekräfte mit den pflegebedürftigen Menschen gemacht wird." Statt einer Verschärfung der Kriterien, wie sie derzeit in der Politik diskutiert wird, sei es jetzt viel wichtiger, dass die bestehende Kriterien einheitlich beurteilt werden. In Bochum fand am 15. April ein Fachtag zum Thema statt.
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Aufzaehlung 1 Milliarde klingeln in den Kassen der Pflegeversicherung

[12.4.2010]
In der deutschen Sozialpolitik wird seit Jahren darum gestritten, wie die Finanzierung der Pflegeversicherung zukunftsfest gemacht werden könne. In den meisten Beiträgen zur Debatte wird betont, dass auch die bestehende Hürde der "erheblichen Pflegebedürftigkeit" (Pflegestufe I) und die Einschränkungen beim Leistungsumfang (Teilkasko) nicht ausreichen. Der Etat der Pflegeversicherung werde in absehbarer Zeit überlastet. Trotzdem wird für 2009 offiziell wieder ein Überschuss ausgewiesen.
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Aufzaehlung Arbeitslosigkeit ist ungesund
besonders für Frauen

[7.4.2010]
Logo des FFGZ BerlinDer Weltgesundheitstag 2010 am 7. April trägt die Überschrift: "Gesundheitsförderung in Städten". Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) Berlin fordert aus diesem Anlass mehr gezielte Gesundheitsförderung für arbeitslose Frauen. Begründet wird das einerseits mit erhöhten Krankheits- und Sterblichkeitsraten von erwerbslosen Frauen und andererseits mit Erfahrungen aus der Beratungsarbeit des FFGZ.
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