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Stichworte

Für die wichtigsten Stichworte zur Einstufung in eine Pflegestufe
haben wir hier kurze Erklärungen geschrieben.

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Aufzaehlung Verhinderungspflege

Pflegende Angehörige leisten erstaunliches (mehr dazu zum Beispiel in unserem Beitrag vom 3.2.07) für die Pflegebedürftigen. Sie entlasten damit die Sozialkassen in erheblichem Umfang.
In den letzten Reformschritten ist die Pflegeversicherung immer wieder um Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige erweitert worden. Eine hilfreiche Möglichkeit ist die Verhinderungspflege. Wer mindestens sechs Monate Angehörige (mindestens Pflegestufe I oder eingeschr. Alltagskompetenz) gepflegt hat, hat Anspruch auf diese Leistung. Wenn die Pflegeperson eine Auszeit braucht (Urlaub, Arzttermin, Familienfeier, ...) oder wenn die Pflegeperson ernsthaft erkrankt, gibt es zusätzliches Geld von der Pflegeversicherung.
Beispiel:
Eine Dame mit Gehbehinderung bekommt von Ihrer Schwester auch Hilfe beim Stehen und den nötigen Transfers im Bad am morgen, da es dort so eng ist. Wenn die Schwester, zum Beispiel wegen einer Infektionskrankheit, zeitweise nicht in der Lage ist, die morgendlichen Hilfen im Bad zu leisten, könnte Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Mit dem zusätzlichen Geld könnte eine Nachbarin oder ein Pflegedienst für die Zeit der Krankheit der Pflegeperson in Anspruch genommen werden.

Pro Kalenderjahr werden bis zu 1.612€ ausgezahlt. Grundsätzlich wird Verhinderungspflege tageweise für sechs Wochen pro Jahr gewährt. Es ist aber auch möglich stundenweise die Mittel der Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen. Dann entfällt die sechs Wochen Grenze und die 1.612€ könnten auch übers Jahr verteilt in Anspruch genommen werden. Seit dem 1.1.2015 gibt es die Möglichkeit das Budget für die Kurzzeitpflege mit dem für die Verhinderungspflege zu verrechnen. Unter Umständen könnten so bis zu 806€ zusätzlich in Anspruch genommen werden. Lassen Sie sich vom Pflegedienst beraten.
Die Leistung der Verhinderungspflege wird für ein Kalenderjahr berechnet. „Überschüsse“ verfallen jeweils am Jahresende. Pflegende Angehörige, die Erfahrung mit Weihnachtsvorbereitungsstress haben, sollten vielleicht im November mit einem Pflegedienst über Entlastungsangebote für die Adventszeit verhandeln...
Sie sehen, das ist alles etwas bürokratisch organisiert. Von Ihrer Pflegekasse können sie in der Regel Informationensmaterial zum Thema bekommen. Vielleicht fragen Sie einfach beim nächsten der regelmäßigen Beratungsbesuche beim Pflegedienst nach.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) bietet weitere Erläuterungen zur Kurzzeit- und Urlaubs- bzw. Verhinderungspflege. Dort finden sie auch Informationen zu anderen Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige.

Diese Regelungen werden ab 2017, mit der Einführung der Pflegegrade, vorraussichtlich weiter gelten.
Die aktuellen Beträge finden Sie hier.

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